13:08 26 November 2020
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    Richtig stealthy und gerade noch absolut geheim: Airbus hat ein Tarnkappen-UAV als Demonstrator vorgestellt. Ein fliegendes Vehikel ist es nicht, sondern ein Mockup für Testzwecke. Aber das Design verrät schon etwas über dessen mögliche Bestimmung.

    LOUT heißt das drachenförmige Luftvehikel, das von der Airbus-Rüstungssparte Defence and Space (ADS) am Standort in Manching am 5. November erstmals öffentlich präsentiert wurde. Mehrere Medien berichten darüber, unter anderem das Portal „The Aviationist“.

    ​LOUT steht für „Low Observable UAV Testbed“: Schwer Detektierbares UAV Testobjekt. Flugfähig ist der Demonstrator laut Medienberichten nicht. Auf den veröffentlichten Bildern ist das Objekt in einer Versuchshalle zu sehen, an einer Stange befestigt.

    Der Rumpf ist gemäß Tarnkappentechnologie kantenfrei ausgelegt, die Einlässe der Triebwerke liegen oben. Abdeckungsspalten von Fahrwerk- Waffenschächten sind nicht zu erkennen, ebenso keine Öffnungen für Sensoren.

    Fragen wirft die cockpitähnliche Ausbuchtung im Bug auf, denn das LOUT ist erklärtermaßen ein unbemanntes Vehikel. Das Portal „The Drive“ schreibt, eine bemannte Version des Demonstrators sei nicht vorgesehen. Die Cockpithaube diene als Versuchskomponente für andere, bemannte Fluggeräte.

    Für immer und ewig nur ein Vorprototyp?

    Dies kann als sicheres Indiz dafür gewertet werden, dass das LOUT möglicherweise ein Zwischenschritt in der Entwicklung künftiger europäischer Kampfflugzeuge ist. Dass die Testergebnisse, die mit dem LOUT erzielt werden, in die Entwicklung des Future Combat Air System (FCAS) eingehen werden, liegt jedenfalls auf der Hand.

    Der Demonstrator ist im Auftrag des Bundesverteidigungsministeriums entstanden. 2010 beauftragte die deutsche Behörde den Airbus-Konzern mit dem Bau des LOUT zur Entwicklung und Erprobung von Tarnkappentechnologien. Das Projekt war bislang absolut geheim. Über seine Zukunft ist offiziell noch nichts bekannt.

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    Tags:
    Boeing, Boeing, Kampfdrohne, Luftkampfsystem der Zukunft (FCAS), FCAS