05:46 18 November 2019
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    Su-57 (Archivbild)

    Neue Waffe für den Su-57-Kampfjet: Dafür ist Amerikas F-35 definitiv zu schwach

    © Sputnik / Evgeny Biyatov
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    Russlands Tarnkappenjet Su-57 soll mit einer Hyperschallwaffe bestückt werden. Das ist im laufenden Rüstungsprogramm vorgesehen. Bei den Fähigkeiten gleicht der Flugkörper der „Kinschal“-Rakete, erklärte ein Vertrauter im russischen Verteidigungsministerium. Einige Fragen sind aber noch offen. Das Portal „The National Interest“ berichtet.

    Der russische Tarnkappenjet Su-57 erhält im staatlichen Rüstungsprogramm 2018-2027 Flugkörper „mit gleichen Fähigkeiten wie die ‚Kinschal‘-Rakete“. Allerdings wird die neue Waffe kleiner und so ausgelegt sein, dass sie intern (im Flugzeugrumpf) und nicht an externen Waffenstationen transportiert wird, sagte eine Quelle im russischen Verteidigungsministerium laut dem Portal.

    ​Aus dieser Erklärung ergeben sich Fragen: Heißt „gleiche Fähigkeiten“ nur, dass Russland eine kleinere „Kinschal“-Ausführung entwickelt? Oder entsteht eine gänzlich andere Hyperschallwaffe als die „Kinschal“, jedoch mit vergleichbaren Leistungswerten? Werden sich die geringeren Abmessungen der Rakete als limitierender Faktor auf ihre Reichweite auswirken? Und schließlich: Wie viele dieser Flugkörper wird eine Su-57 aufnehmen können?

    Jedenfalls ist die Entwicklung einer neuen Hyperschallwaffe ein Anzeichen für das starke Vertrauen der russischen Führung in die Su-57, schreibt „NI“. Ob die „Kinschal Mini“ mit anderen russischen Kampfjets kompatibel sein wird, die die große „Kinschal“ nicht aufnehmen können, ist derzeit ungewiss, wie das Portal in ihrem Artikel mit dem Titel „Mit diesem großen Vorteil ist Russlands Stealth-Kampfjet Su-57 dem F-35 überlegen“.

    Bei bisherigen Spekulationen zum Thema „Su-57 + ‚Kinschal‘“ hieß es, die Hyperschallwaffe könne am Tarnkappenjet nicht angebracht werden ohne negative Folgen für dessen Radarquerschnitt. Dass die russische Militärführung nach Wegen sucht, Russlands neueste Raketentechnologie mit dem zukunftsweisenden Kampfjet zu kombinieren, sollte indes niemanden überraschen, schreibt „NI“: Die Integration einer Hyperschallwaffe in das Waffensystem Su-57 kann Russlands Fähigkeit zur Kraftprojektion spürbar steigern.

    Es bleibt allerdings noch abzuwarten, schreibt „NI“, ob und wie die neue Hyperschallwaffe die Produktionskosten der ohnehin hochpreisigen Su-57 beeinflussen wird. Demnach könnten mit der Integration der neuen Rakete in das Waffensystem womöglich Maßnahmen zur Verringerung des Radarquerschnitts der Su-57 nötig werden. Das würde die Kosten der Maschine nach oben treiben, so das US-Portal.

    Der Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ (Archivbild)
    Пресс-служба Северного флота

    Technische Info: Die „Kinschal“-Rakete (Ch-47M2) ist ein nuklearfähiger Flugkörper, erstmals präsentiert von Wladimir Putin bei einer Ansprache im Frühjahr 2018. Bei der Präsentation wurde die Rakete von einer MiG-31K abgefeuert. Diese Ausführung des Abfangjägers MiG-31 ist eigens auf den Einsatz der „Kinschal“-Rakete ausgelegt worden. Zudem hat Russland den Bomber Tu-22M3 dafür modifiziert, die „Kinschal“-Rakete einzusetzen. Der Überschallbomber kann bis zu vier dieser Flugkörper aufnehmen.

    Laut Wladimir Putin fliegt die „Kinschal“-Rakete zehn Mal schneller als der Schall und bleibt im gesamten Flugverlauf manövrierfähig. Dadurch kann diese Hyperschallwaffe „alle vorhandenen und, wie ich denke, auch zukünftige Flug- und Raketenabwehrsysteme“ umgehen. Die Rakete bringt nukleare und konventionelle Gefechtsköpfe auf 2000 km Entfernung ins Ziel.

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