12:50 02 Juli 2020
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    Die Besatzung des US-Segments der Internationalen Raumstation ISS dürfte im Frühjahr 2020 von drei auf einen Raumfahrer reduziert werden. Darüber berichtet das Portal space.com unter Berufung auf einen Bericht des NASA-Chefinspekteurs.

    Als Grund nannte NASA-Experte Ridge Bowman den "Verzicht der USA auf die Nutzung russischer Sojus-Raumschiffe und einen Verzug bei der Umsetzung eines Programms zur Entwicklung eigener bemannter Raumschiffe".

    Allerdings gehe es um eine provisorische Entscheidung. Die Zahl der US-Astronauten an Bord der ISS werde wieder auf drei erhöht, nachdem die in den USA entwickelten Raumschiffe startklar geworden seien, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Artikel.

    Raumschiffe von SpaceX und Boeing

    Die US-Unternehmen SpaceX und Boeing hatten einen Vertrag mit der NASA geschlossen und 2014 mit der Entwicklung bemannter Raumschiffe begonnen. Ursprünglich war geplant, dass die Arbeiten 2017 zu Ende gehen, was aber an mehreren technischen Problemen scheiterte.

    Laut neuen Plänen sollen die neuen US-Raumschiffe erst im Sommer 2020 einsatzbereit sein. Zuvor müssen SpaceX und Boeing mehrere Tests absolvieren. Der von Boeing konstruierte Starliner soll zweimal zur ISS fliegen – in automatischem Regime und dann mit einer Besatzung an Bord. Der Crew Dragon aus der Produktion von SpaceX hatte bereits einen unbemannten Testflug zur ISS absolviert. Derzeit wird ein bemannter Start vorbereitet.

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    Tags:
    Pläne, Reduzierung, Besatzung, NASA, USA