07:50 06 Dezember 2019
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    Kampfpanzer T-80U auf dem Militärgelände in Schukowski (Archivbild)

    Alte Rivalen im Schaukampf: Panzer T-80 und Abrams treffen sich in Südkorea

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    Kampfpanzer T-80U aus russischer Fertigung und amerikanische „Abrams“ mitten auf einem Gefechtsfeld: Das hat es neulich bei einer Übung in Südkorea gegeben. Bilder dazu stellen Internetnutzer bereit.

    Gemeinsame Pause nach gemeinsamem Kampf: Russische T-80U und amerikanische „Abrams“ zusammen in Südkorea. Der Nutzer Komandante zeigt die Fotos vom 19. November. Die Panzer hatten zusammen in einer Gefechtsformation gekämpft, bevor sie auf dem Parkplatz aufgereiht wurden. Bei der Übung ging es um die Abwehr eines simulierten Panzerangriffs.

    ​Erstmalig trafen sich der T-80U und der „Abrams“ im Februar 1993 auf der Rüstungsmesse IDEX in Abu Dhabi (VAE). Beide Kampfpanzer werden von Turbinen statt von Kolbenmotoren angetrieben. Für das russische Kampfgerät war es die Gelegenheit, seine einmalige Dynamik vorzuführen. „Fliegender Panzer“ heißt der T-80U in Fachkreisen seit der Ausstellung. Der „Russe“ raste quer durchs Gelände und sprang an Hindernissen mehrere Meter hoch. Als der „Abrams“ es dem Rivalen nachzumachen versuchte, scheiterte er: stürzte auf die Seite und schied aus dem Rennen aus.

    Als nächstes trafen die beiden in Schweden aufeinander. 1993 hatte das Land einen Ersatz für seine veralteten Kampfpanzer ausgeschrieben. Zum Auswahlverfahren traten auch der französische „Leclerc“ und der deutsche „Leopard 2“ an. Dieser gewann dann auch erwartungsgemäß.

    Allerdings lobten die schwedischen Militärs die Zuverlässigkeit des russischen Bewerbers, dessen Agilität, den starken Schutz und die Fähigkeit, Lenkwaffen zur Panzerabwehr einzusetzen. Kritisiert wurde die unzureichende Effektivität der Nachtzielgeräte.

    Fünf Jahre später trafen T-80 und „Abrams“ wieder aufeinander, diesmal bei einer Ausschreibung in Griechenland. Auch „Leclerc“ und „Leopard 2“ waren dabei plus der britische „Challenger 2“ und der ukrainische T-84.

    Bei der Dynamik erwies sich der russische Panzer als Spitze: 80 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer Strecke von 1000 Kilometern. Auch bei Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Einfachheit in der Bedienung übertraf der T-80 seine Konkurrenten. Aber das Strömungsgetriebe müsse überarbeitet werden, hieß es damals. Das Feuerleitsystem müsse optimiert und das Nachtzielgerät neuentwickelt werden. Wenig später wurden die Beanstandungen behoben.

    ​Turbinenantrieb: Ein sehr spezieller Sound, zeigt der Nutzer 3-8- CAV (Warhorse):

    Der „Abrams“ zeigte sich nicht von seiner besten Seite: Beim Überqueren einer ein Meter hohen Wand erlitt der Kommandeur im US-Panzer eine Kopfverletzung. Der Motor des „Abrams“ fiel immer wieder aus und musste schließlich ausgebaut werden. Auch beim Schießen zeigte der „Amerikaner“ keine nennenswerten Vorteile gegenüber den Mitbewerbern aus Frankreich und Deutschland. Letztlich entschieden sich die Griechen für den „Leopard-2“.

    Die Streitkräfte Südkoreas erhielten den T-80U Mitte der Neunzigerjahre. Die Südkoreaner schätzen die Fähigkeiten des russischen Panzers bis heute, besonders seinen Turbo-Antrieb.

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    Tags:
    Kampfpanzer AMX-56 Leclerc, Leopard 2, M1-Abrams, T-80U