19:36 14 Dezember 2019
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    Elon Musk stellt den neuen Pick-up von Tesla vor

    Peinliche Panne für Musk: „stoßsicheres“ Glas bei Pick-up Präsentation gebrochen – Video

    © AP Photo / Ringo H.W. Chiu
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    Die US-amerikanische Elektroautofirma Tesla hat am Donnerstagabend ihr neues Modell vorgestellt. Der neue Geländewagen mit dem modernen Namen „Cybertruck“ verfügt über eine Lasthebekraft von 1,5 Tonnen und ist ab 40.000 US-Dollar zu haben. Die Veranstaltung war auf der Webseite des Herstellers übertragen worden.

    Wenn man den Worten des Tesla-Chefs glauben mag, dann wurde das Design des Geländewagens von dem Sci-Fi Film „Blade Runner“ inspiriert. Und außerdem ähnelte der Cybertruck einem „gepanzerten Infanteriefahrzeug der Zukunft“.

    ​„Er ist wie kein zweiter“, sagte Musk bei der Präsentation. Und tatsächlich sieht er nicht wie ein gewöhnlicher Pick-up Truck aus. Außerdem soll er kugelsicher sein, da für die Türen dieselbe Legierung wie für die SpaceX-Raketen verwendet wird. Die Tür wurde nach solchen Lobworten sofort einem Test unterzogen: Direkt auf der Bühne wurde eine Stahlkugel aufs stoßsichere Glas geworfen. Dabei bemerkte Musk, dass das Glas zwar gebrochen sei, jedoch die Kugel nicht in den Salon eindringen hätte können, sondern weggestoßen worden sei.

    ​Insgesamt verfügt der Cybertruck über eine Lasthebekraft von 1,5 Tonnen und kann in verschiedenen Konfigurationen ein Gewicht von bis zu 6,4 Tonnen ziehen. Außerdem verfügt der Lkw je nach Modell über eine Batterie, mit der das Auto bis zu rund 250, 300 oder mehr als 500 Meilen (umgerechnet etwa 400, 500 oder 800 Kilometer) ohne Aufladung fahren kann.

    Das günstigste Cybertruck-Modell wird für 39.000, das Auto mit 500 Kilometern für 49.000 und das „Top“-Modell mit 800 Kilometern und drei Elektromotoren ab 69.000 Dollar erhältlich sein. Wann das Fahrzeug tatsächlich auf den Markt kommen wird, gab Musk nicht bekannt.

    Entsorgungsprobleme mit Tesla-Wrack

    So sehr das Elektroauto eine Alternative für den Verbrennungsmotor darstellen soll – die Entsorgung der Abfälle ist eine andere, sehr heikle Sache. Anfang Oktober hatte der Tesla-Besitzer Dominik Freymuth in Österreich einen Unfall gehabt. Als Folge lag Freymuth zwei Wochen lang im Spital und das Auto mehr als fünf Wochen bei einem Abschleppunternehmen in Walchsee. Warum wurde es noch nicht entsorgt? Die 600 Kilogramm schwere Lithium-Batterie stellt sich als ein großes Problem dar, denn der offizielle Entsorgungspartner sei in Österreich nicht zugelassen, und andere Entsorgungsbetriebe im Land hätten dankend abgelehnt.

    Als am Mittwoch jedoch die Tesla-Techniker eintrafen, um das Problem zu beheben, wurde festgestellt, dass sie nicht die nötige Genehmigung hatten, um die Batterie weiter zu zerlegen, so der ORF Tirol am Freitag. Da Tesla keine andere Wahl hatte, wandte sich die Firma an das im benachbarten Lössen ansässige Spezialunternehmen SEDA Umwelttechnik, einen weltweit tätigen Ausstatter von Autoverwertern.

    Nach Angaben von ORF Tirol verfügte die Firma sowohl über die Ausstattung als auch über das Know-how, um solche große Lithium-Ionen-Akkumulatoren zu behandeln. Die Batterie wurde SEDA Umwelttechnik später zu Forschungs- und Entwicklungszwecken überlassen und in einem Spezialbehälter nach Kössen gebracht. Das Unternehmen werde außerdem mit Tesla gemeinsam an Entsorgungslösungen für E-Autoakkus in der Zukunft arbeiten.

    dg/ae

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    Tags:
    Elon Musk, Auto, Pkw, Tesla