21:59 15 Dezember 2019
SNA Radio
    Technik

    Russlands Kriegsmarine geht bald mit Plastik-Schiffen auf hohe See

    Technik
    Zum Kurzlink
    61848
    Abonnieren

    Russlands Kriegsmarine erwägt den Kauf von Motorbooten mit einem Rumpf aus Niederdruck-Polyethylen. Wie die russische Online-Zeitung rg.ru am Montag schreibt, ist ein Schiff dieser Art bereits seit 2017 im Dienst der Kaspischen Flottille.

    Aktuell gehe es um die Lieferung von größeren Booten dieser Art für die russische Flotte, berichtet die Zeitung unter Berufung auf den in Rostow-am-Don ansässigen Hersteller „Rif“.

    Laut Gennadi Wassiljuk, dem Geschäftsführer des Unternehmens, hat Niederdruck-Polyethylen mehrere Vorteile: es rostet nicht, braucht keinen Außenanstrich, ist schlagfest und kann Temperaturen von minus 30 bis 50 Grad Celsius aushalten. Die Lebensdauer des Stoffes mache bis zu 50 Jahre aus.

    „Die Leitung der Kaspischen Flottille schätzt die Betriebseigenschaften des Bootes wie seine Beweglichkeit, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit hoch ein. Es wird über die Herstellung von neuen Booten für die Bedürfnisse der Marine verhandelt“, sagte Wassiljuk.

    „Rif“ ist der einzige Hersteller in Russland, der Schiffe aus Polyethylen baut. Das Unternehmen bietet seinen Kunden mehr als 20 Bootsmodelle an – von Passagier- und Patrouillen-Booten bis hin zu Kleinschiffen für spezielle Nutzung.

    Früheren Berichten von rg.ru zufolge plant die russische Kriegsmarine künftig, Minensucher und kleine Korvetten aus Verbundwerkstoffen auf Grundlage von faserverstärkten Kunststoffen zu bauen.

    om/sb

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Familien-Clan baut Haus in Neukölln ohne Genehmigung – Baustadtrat wusste Bescheid
    Erdogan droht USA mit Schließung des Luftwaffenstützpunktes Incirlik
    Gruppe junger Männer greift Seniorenpaar in Köln an – Mann schwer verletzt
    Tags:
    Schiffe, Niederdruck-Polyethylen, Kriegsmarine, Russland