03:21 26 Februar 2020
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    Die US-Armee hat zahlreiche Wissenschaftler engagiert, um an neuesten Kommunikationstechnologien zu forschen. Nun melden US-Medien, dass den Forschern ein Durchbruch gelungen sei – die US-Armee sei bereits in den Startlöchern, um die Technik einzusetzen.

    Wie das amerikanische Militär-Portal c4isrnet mit Verweis auf das Army Research Laboratory berichtet, haben Wissenschaftler, die von der US-Armee engagiert wurden, einen Durchbruch bei Kommunikationstechnologien erreicht.

    Eine neue Carbon Nanotube-Technologie – entwickelt von Carbonics Inc. und der University of Southern California – soll die schon als extrem fortschrittlich geltenden 5G-Technologien noch weiter verbessern und damit auch die Fähigkeiten der neuesten Sensorausrüstung weit pushen können.

    Demnach erreichte das Army Research Laboratory damit erstmals Geschwindigkeiten von über 100 GHz bei Hochfrequenzanwendungen.

    „Dieser erreichte Meilenstein zeigt, dass Kohlenstoffnanoröhren, die lange Zeit als vielversprechende Kommunikationschiptechnologie galten, gute Ergebnisse liefern können", sagte Dr. Joe Qiu, Programmmanager für Elektromagnetik im Army Research Office, das Teil des Army Research Lab ist.

    „Der nächste Schritt ist die Skalierung dieser Technologie, um zu beweisen, dass sie in der Massenfertigung funktioniert. Letztendlich könnte diese Technologie der Armee helfen, ihre Bedürfnisse in den Bereichen Kommunikation, Radar, elektronische Kriegsführung und andere Sensoranwendungen zu erfüllen“, so der Wissenschaftler weiter.

    Lange Zeit nur Theorie – bald Praxis

    Laut ARL hatten die Forscher jahrzehntelang theoretisiert, dass Kohlenstoffnanoröhren trotz technischer Herausforderungen als Hochfrequenztransistortechnologien gut geeignet seien. Wie nun also scheint, hat das Carbonics-USC-Team diese Hürden überwunden. Erkenntnisse, die auf ihrer Arbeit basieren, sollen darauf hindeuten, dass die derzeit verwendeten Technologien bei weitem übertroffen werden könnten.

    Der Durchbruch könnte nun erhebliche Auswirkungen auf das Verwenden der 5G-Technologien haben.

    Der Zeitpunkt sei nun reif, schreibt das Portal, die neuen Technologien in der Verteidigungskommunikation einzusetzen.

    „Wir arbeiten jetzt mit Teilnehmern aus der Industrie an Lizenz- und Technologietransferpartnerschaften, während wir diese disruptive HF-Technologie weiterentwickeln“, zitiert das Portal hierzu Kos Galatsis, den Geschäftsführer von Carbonics.

    Warum könnte die neue Technologie von großer Bedeutung sein?

    Der Durchbruch in diesem Segment der Kommunikationstechnologien könnte in der Tat nicht nur für einfache Kommunikation innerhalb einer Armee entscheidend sein, sondern auch bei ihrem Einsatz in der Kampfführung „am Boden“.

    Es könnte sowohl die elektronische Kampfführung auf ein neues Niveau bringen als auch die Stealth-Technologie beeinflussen. Die massiv verbesserten Radar- und Sensorsysteme wären ein entscheidendes Argument, inwieweit Stealth Stealth – also „unsichtbar“ – bleibt.

    SB/ng

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    Tags:
    Armee, USA, Stealth-Technologien, Stealth, elektronische Kampfführung, 5G, Kommunikationsfreiheit, Kommunikationsleitung, Kommunikationskanäle, Kommunikation