15:22 18 Januar 2020
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    Das Raumfahrtunternehmen „Russian Space Systems“ baut nach eigenen Angaben ein einzigartiges Gerät zur Fernerkundung der Erde: Nämlich einen Infrarotradiometer mit hoher Auflösung, der unter anderem zur Suche nach Bodenschätzen von der Internationale Raumstation (ISS) aus eingesetzt werden kann.

    Das neue Gerät soll demnach bei der Beobachtung des Zustandes des Weltmeeres sowie bei der Erforschung von dynamischen Prozessen in verschiedenen Wasserbecken helfen. Zudem solle es zur geografischen und geologischen Kartierung beitragen, die Suche und Identifizierung von Bodenschätzen unterstützen und bei der Entdeckung von Gebieten, in denen sich Gas- und Ölfelder befinden könnten, behilflich sein.

    Darüber hinaus werde der Radiometer technogene und Naturkatastrophen, darunter hydrometeorologische Naturkatastrophen, überwachen, Wald- und Untergrundbrände sowie große thermische Schadstoffemissionen aufdecken, die Bodenfeuchtigkeit und Grundwasserspiegel fixieren, und nach Untergrundwasser und Thermalquellen suchen.

    Außerdem solle das neue Gerät bei der Untersuchung von eruptiven Aktivitäten der Vulkane, bei der Entwicklung des Permafrosts sowie beim Prognostizieren der seismischen Aktivität eingesetzt werden. Es werde den Zustand von Mülldeponien bewerten und noch weitere andere Aufgaben lösen, heißt es in der Pressemitteilung.

    Die Entwicklungsarbeiten seien bereits zu Ende, die Arbeiten zur Herstellung des Geräts würden 2022 abgeschlossen. Der Radiometer soll auf der äußeren Oberfläche des Mehrzwecklabormoduls „Nauka“ (dt.: „Wissenschaft“)der ISS installiert werden, das im November 2020 in Betrieb genommen werden soll.

    Das Unternehmen „Russian Space Systems“ gehört zur russischen Weltraumorganisation Roskosmos.

    asch/ae

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    Tags:
    Bodenschätze, Fernerkundungssatelliten, Erkundungsarbeiten, Öl, Roskosmos, ISS, Erdumlaufbahn, Weltraum, Weltall, Russland