09:55 18 Januar 2020
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    Nach einem kompletten Fehlschlag vom Sommer 2017 hat China seine schwerste Trägerrakete vom Typ Changzheng-5 (Langer Marsch-5) erfolgreich ins All geschickt. Die Rakete mit einem Satelliten hob am Freitag um 13.45 Uhr MEZ problemlos vom neuen Raumbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ab, wie das chinesische Fernsehen berichtete.

    Nach 33 Minuten setzte die Rakete planmäßig den modernsten und mit acht Tonnen bisher schwersten chinesischen Kommunikationssatelliten „Shijian 20“ in der berechneten Umlaufbahn mit einer Erdferne von 192 Kilometern und einer Erdnähe von 68 Kilometern aus.

    Mit dieser Rakete wird der Weg für Chinas ehrgeizige Raumfahrtpläne freigemacht. Sie ist knapp 57 Meter hoch, der Durchmesser der ersten Stufe beträgt fünf Meter. Langer Marsch-5 ist in der Lage, Nutzlasten von bis zu 25 Tonnen in tiefliegende und bis zu 14 Tonnen in geostationäre Umlaufbahnen zu befördern.

    Triebwerksprobleme bei ersten zwei Starts

    Nach Problemen mit den Triebwerken bei den zwei vorausgegangenen Flügen war der Start mit großer Spannung erwartet worden. Dem Portal bluewin.ch/de zufolge kann die zweitgrößte Wirtschaftsnation nun an ihrem Zeitplan für bevorstehende Missionen zum Mond, Mars und zum Bau einer eigenen Raumstation festhalten. Es war der 34. Raketenstart Chinas in diesem Jahr – mehr als in den USA mit 23 und in Russland mit 20.

    Eine der stärksten Raketen weltweit

    Die neue Rakete ist eine der tragfähigsten der Welt und wird mit der amerikanischen „Delta IV Heavy“ oder „Falcon 9“  sowie mit der europäischen „Ariane 5“ oder der russischen „Proton-M“ verglichen. Doch gab es beim ersten Flug 2016 Probleme. Nur mit Mühe konnte ein Satellit in eine Umlaufbahn gebracht werden. Der zweite Start 2017 war dann ein glatter Fehlschlag, weil das Haupttriebwerk versagte und die Rakete ins Meer stürzte.

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    Tags:
    Satellit, Start, Changzheng-5, Trägerrakete, China