06:44 14 Juli 2020
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    Der Kampfjets F-35 kostete Washington Milliarden, doch nun soll dieser Jet zum Verkaufsschlager werden. Zumindest die Verkaufszahlen dürften den Produzenten Lockheed Martin nun freuen – er kann Verkäufe in Milliardenhöhe vorweisen.

    Wie das US-Portal „Air Force Magazine“ berichtet, war das Jahr 2019 für Lockheed Martin recht erfolgreich. Verträge für den Verkauf von 134 Jets für fast zwei Milliarden Dollar sollen geschlossen worden sein. Vor allem die US-Marine und US-Luftwaffe sowie einige ausländische Kunden sollen die Kampfflugzeuge erhalten haben.

    Nicht die komplette Summe sei dabei für die Kampfjets selbst gezahlt worden. Ein erheblicher Anteil sei für „Wartungsarbeiten am Boden, die Lösung von Maßnahmenanforderungen, die Aktivierung von Depots, … und die Schulung von Kunden“ bestimmt gewesen.

    Dass die Wartungskosten dabei so hoch seien, sei auch Lockheed Martin bewusst und ein Dorn im Auge. Hierfür arbeite der Konzern eng mit dem Pentagon zusammen, um die Logistikkosten zu senken, die ein erhebliches Problem des F-35-Programms seien.

    Man habe einen umfangreichen Plan erarbeitet, um die Kosten zumindest auf 25.000 Dollar pro Flugstunde zu senken.

    Kurz vor Ende des Jahres, am 30. Dezember, lieferte das Unternehmen die 134. F-35 aus - ein Senkrechtstart-Modell des Kampfjets für die Navy. Insgesamt übertraf das Unternehmen sein  Ziel von 131 Flugzeugen für 2019 und präsentierte stolz auch eine Steigerung von 47 Prozent gegenüber 2018, teilte Lockheed in einer Pressemitteilung mit. Demnach waren 81 der ausgelieferten Flugzeuge für US-amerikanische Kunden bestimmt, 30 für „Partnerländer“ und 23 für den Verkauf an andere „ausländische Streitkräfte“.

    Nun soll das Unternehmen die Auslieferung von 141 Flugzeugen im Jahr 2020 planen. Die aktuellen Kosten für eine F-35A liegen laut Lockheed allerdings bei 77,9 Millionen US-Dollar – und damit immer noch weit über dem Preis für andere Jets auf dem internationalen Markt.

    Erhebliche Probleme beim F-35-Programm

    Dass der Konzern nun gute Verkaufszahlen präsentieren kann, dürfte die massive Kritik gegen das Programm etwas abmindern. Zuletzt hatte es nämlich sowohl Probleme technischer als auch logistischer Natur gegeben.

    So hieß es in einem Bericht des Government Accountability Office, dass „vor allem aufgrund mangelhafter Planung“ das Programm vor großen Schwierigkeiten stehe.

    Darunter seien etwa ein Mangel an Ersatzteilen, sodass zahlreiche F-35-Maschinen etwa 30 Prozent aller Flüge nicht ausführen könnten.

    Darüber hinaus wurde auf die schwache Leistung des technologischen Informationssystems (ALIS) verwiesen, das für die Funktionsfähigkeit des Flugzeuges notwendig sei. Das System weise Datenungenauigkeiten auf.

    Robert Behler, der Direktor für operative Tests im Pentagon, sagte in diesem Zusammenhang, dass die Kampfjets vom Typ F-35 derzeit weit von der vollständigen Kampfbereitschaft entfernt seien, obwohl es einige Fortschritte bei ihrer Modernisierung gebe.

    „Kurz gesagt gehen die Flugzeuge in allen Varianten öfter kaputt als geplant, und man benötigt mehr Zeit für ihre Reparatur“, sagte er.

    ng/mt/sna

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    Tags:
    technische Probleme, Probleme, USA, Jagdbomber F-35C (Lockheed Martin), F-35-Kampfjet, F-35I, F-35A, F-35B, F-35