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    Bei der Boeing 737 Max könnte es zu Kurzschlüssen kommen. Das hat eine Untersuchung beim Flugzeugriesen ergeben, der das mögliche Problem der US-Luftfahrtbehörde weitergeleitet hat. In der Praxis wäre ein Umbau laut Boeing unproblematisch, aber es müssten auch alle baugleichen Vorgängermodelle auf das Problem hin untersucht werden.

    Die Luftfahrtbehörde der USA (FAA) hat im Jahr 2019 das Flugzeugunternehmen Boeing aufgefordert, alle kritischen Systeme des Problemfliegers 737 Max erneut zu beurteilen. Dadurch will die Behörde sicherstellen, dass keine Schwachstellen mehr vorliegen, wenn das Modell wieder in den Luftraum abheben darf.

    Der ehemalige Boeing-Chef Dennis Muilenburg (Archivbild)
    © REUTERS / Pool / Jim Young
    Doch neben der bekannten Schwachstelle ist Boeing auf ein neues Problem gestoßen, wie die „New York Times“ berichtet: So sollen zwei Kabelstränge, die zum Heck der Maschine führen, so eng aneinander verlaufen, dass es zu einem Kurzschluss kommen kann. Bei einer verzögerten oder falschen Reaktion der Piloten auf einen solchen Kurzschluss könnte ein solcher Kurzschluss auch eventuell zu einem Absturz führen. Dieses mögliche Szenario stützt sich auf Aussagen eines Ingenieurs beim Flugzeughersteller und dreier weiterer Experten auf dem Feld. Diese Schwachstelle soll Boeing bereits im Dezember gefunden und die FAA darüber informiert haben.

    Ob die Schwachstelle wirklich zu Problemen führt, ist bislang aber nicht abschließend geklärt. Eine weitere Trennung der Kabelstränge stellt allerdings laut Boeing keine Schwierigkeit dar. Aber die Dimension wäre schon beachtlich, wenn die Gefahr bestätigt wird. Denn dann müsste der Hersteller auch die Gefahrenlage bei Vorläufermodellen evaluieren und auch bei diesen Flugzeugen die Modifikationen vornehmen.

    vr

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    Tags:
    Reisen, Katastrophen, Flugzeugabsturz, Flugzeuge, Boeing 737 Max, Boeing-737, Boeing