19:50 20 Februar 2020
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    Eine neue Batterie verspricht mehr als die vierfache Leistung gängiger Akkus. Davon könnte nicht nur das Handy profitieren, sondern auch das E-Auto und der Aufbau von Stromnetzen mit Speichertechnologien. Prototypen wurden bereits gebaut und getestet, bald könnte die Produktion im größeren Stil beginnen.

    Ein Mobiltelefon, bei dem der Akku fünf Tage lang hält oder ein E-Auto, das über 1000 Kilometer mit einer Batterieladung fahren kann – das verspricht eine neuartige Lithium-Schwefel-Batterie, die an der australischen Monash University entwickelt wird.

    Sie soll die gängigen Akkus an Leistung um mehr als das Vierfache übertreffen und in der Produktion weniger Auswirkungen auf die Umwelt haben als ihre Lithiumionen-Vorgänger. Und es wurden bereits Prototypen-Zellen vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) hergestellt und erfolgreich getestet.

    Die Batterien bestehen aus denselben Materialien wie gängige Lithium-Ionen-Batterien. Den großen Unterschied stellt die Schwefel-Kathode dar, die so umgestaltet wurde, dass die Batterien wesentlich höhere Spannungslasten aushalten können, ohne dass die Kapazität sinkt oder andere Probleme beim Betrieb auftreten.

    Das soll an der Industrie nicht spurlos vorbeigezogen sein. Der Monash University zufolge sollen einige der weltgrößten Lithiumbatterienhersteller aus China und Europa Interesse an einer Produktion im großen Maßstab gezeigt haben. Weitere Tests sollen dabei als Vorlauf im Frühjahr 2020 in Australien stattfinden.

    Laut Mainak Majumder aus der australischen Forschungsgruppe könnte die neue Technologie die Herstellung von Mobiltelefonen, Autos, Rechnern und Solaranlagen der Zukunft völlig umgestalten. Seinen Schätzungen zufolge könnten die Produkte einen Gewinnzuwachs von 213 Milliarden US-Dollar für die australische Lithium-Wertschöpfungskette bedeuten.

    Für weitere Tests der neuen Batterien in E-Fahrzeugen und zur Speicherung von Solarenergie hat das Forscherteam Gelder vom australischen Staat und von Industriepartnern in einer Höhe von zweieinhalb Millionen Dollar erhalten.

    Ihre Ergebnisse hat die Forschergruppe in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht.

    vr/mt

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    Tags:
    Speichertechnologie, erneuerbare Energien, Handys, E-Auto, Lithium-Akkus, Akku, Akkubatterien