18:28 29 November 2020
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    Das „Handelsblatt“ setzt sich in einem Beitrag mit dem Projekt eines atomaren Flugzeugträgers auseinander, das in Russland gebaut werden könnte. Vermutlich beschreibt der Autor das 2015 vorgestellte Träger-Projekt 23000Е Schtorm („Seesturm“). Es gibt aber auch andere Projekte.

    Der neue russische Flugzeugträger solle auf den Weltmeeren der US Navy Konkurrenz machen, schreibt André Ballin in seinem Beitrag „Russland plant Bau eines atomaren Flugzeugträgers”.

    „Die Maße sind atemberaubend: Mehr als 300 Meter lang und über 65 Meter hoch. Ein Tiefgang von fast elf Metern und eine Wasserverdrängung von 80.000 Tonnen. Angetrieben von vier Atomreaktoren mit einer Leistung von je 305 Megawatt, die das Schiff auf 55 Kilometer pro Stunde beschleunigen sollen. So könnte der neue atomgetriebene Flugzeugträger aussehen, den Russland bauen will.“ 

    Das Kriegsschiff solle rund 70 Flugzeuge und Hubschrauber beherbergen können. Auf Deck dürften dann neben den heute eingesetzten Su-33 auch die neuesten, teilweise noch in Entwicklung befindlichen Mehrzweckkampfjets MiG-35 und Su-57 Platz finden. 

    Daneben sollen neue Hyperschall-Waffen wie die Luft-Boden-Rakete „Kinschal“ („Dolch“) und die Antischiffs-Lenkwaffe „Zirkon“ zum Arsenal gehören. Zudem soll der Flugzeugträger Marschflugkörper vom Typ „Kalibr“ abfeuern können. 

    Seesturm vs. Lamantin 

    Das Portal „RG“ vermutet, dass es sich in dem Artikel um das Flugzeugträger-Projekt 23000Е Schtorm („Seesturm“) handelt, das bereits 2015 vom St. Petersburger Forschungszentrum Krylow vorgestellt worden war und ähnliche technische Daten aufweist.  

    Darüber hinaus präsentierte das Konstruktionsbüro Newa im vergangenen Jahr ein eigenes Flugzeugträger-Projekt: Mit einer Wasserverdrängung von bis zu 90.000 Tonnen soll das Kriegsschiff mit dem Namen „Lamantin“ bis zu 60 Flugzeuge und Hubschrauber sowie bis zu zehn Drohnen beherbergen. 

    Offiziell ist noch keine Entscheidung über den Bau eines neuen Flugzeugträgers gefallen.  

    Sowjet-Projekt wiederbelebt? 

    Nach Angaben russischer Medien soll jedoch das sowjetische Projekt „Admiral Uljanowsk“, das nach dem Zerfall der Sowjetunion aufgegeben werden musste, als Vorlage für den neuen Flugzeugträger dienen. 

    Gegenwärtig besitzt Russland mit der „Admiral Kusnezow“ den einzigen Flugzeugträger überhaupt. Das 1985 vom Stapel gelaufene Schiff (amtlich: „schwerer Flugdeckkreuzer“) mit einer Wasserverdrängung von mehr als 60.000 Tonnen hat von 2016 bis 2017 am russischen Militäreinsatz in Syrien teilgenommen. Seit Jahren wird er modernisiert, um voraussichtlich 2021 wieder in See zu stechen und weitere 20 Jahre zu dienen.

    leo/ip

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    Tags:
    Handelsblatt, Waffen, Projekt, Flugzeugträger, Kriegsmarine