02:20 20 Februar 2020
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    Russland entwickelt einen strategischen Bomber NG: Next Generation. Es ist eine eigene Klasse von Waffensystem: unbemannt und laut offiziellen Angaben für alle Aufträge geeignet, die eine strategische Bomberflotte auszuführen hat. Das „Military Watch Magazine“ berichtet.

    Das künftige Waffensystem der russischen Bomberflotte könnte der erste strategische Bomber sein, der ohne Besatzung auskommt. Die Diensteinführung der neuen Plattform ist noch bis Ende dieses Jahrzehnts möglich, schreibt das Portal. Dabei betreibt Russland schon zwei weitere Bomberprogramme.

    Der nach Einsatzreife erste russische „Bomber NG“ ist die Tu-160M2: eine durchgreifende Modernisierung des strategischen Überschalljets Tu-160. Neues Glascockpit, stärkere und sparsamere Triebwerke, bessere Elektronik, Kommunikations- und Kontrollsysteme machen die Upgrade-Version aus. Vor allem aber: Tarnkappenelemente und neue Bewaffnung, inklusive Ch-102 – eine radarfeste nuklearfähige Abstandswaffe für taktische Missionen.

    Der zweite russische „Next-Generation-Bomber“ ist das PAK DA genannte Flugsystem für Ferneinsätze. Es soll Russlands Fähigkeiten in einem Bereich sichern, der laut dem Portal zunehmend zu einer Bedrohung wird, weil nicht ausgeschlossen ist, dass die amerikanischen und chinesischen Bomber B-21 bzw. H-20 schon Mitte des Jahrzehnts die Einsatzreife erreichen.

    Jetzt also der dritte russische „Zukunftsbomber“. Noch hat das System keinen Namen, doch technische Eckpunkte der künftigen Plattform lassen sich benennen. Das „Military Watch Magazine“ schreibt, auszugehen sei von einem unbemannten Bomber nach dem Nurflügler-Konzept, ausgestattet mit scharfer Sensorik, Laserabwehrsystemen und KI.

    Dass diese Plattform technisch weitestgehend mit dem PAK DA vereinheitlicht sein wird, ist laut dem Magazin zu erwarten. Ob das Flugsystem fern- oder von der KI gesteuert wird, ist derzeit aber noch ungewiss. Unbekannt ist auch, welche konkreten Waffenmuster die strategische „Drohne X“ wird einsetzen können – sicherlich Hyperschallwaffen.

    Die Waffennutzlast der künftigen russischen Bombendrohne gibt das „Military Watch Magazine“ mit 27.000 Kilogramm an, die Reichweite mit 12.500 Kilometern. Strategische Missionen wären mit dem Interkontinental-UAV also möglich. Wie sicherlich auch taktische Einsätze, etwa zur Schiffsabwehr. Dafür ist bei den russischen Luftstreitkräften gegenwärtig hauptsächlich die Tu-22M3M zuständig.

    Dass Russlands Militär ein unbemanntes Waffensystem für strategische Missionen einführt, wäre nicht ganz neu, schreibt das Portal. Die russischen Seestreitkräfte haben unlängst etwas im Kern Vergleichbares präsentiert: die Unterwasserdrohne Poseidon, ein nuklearfähiges unbemanntes Kompakt-U-Boot.

    Den Prototyp eines unbemannten Nurflüglers mit Stealth-Elementen hat Russland auch schon. Die Drohne S-70 Ochotnik ist ein Rüstungsprogramm, mit dem russische Entwickler die Erfahrungen sammeln können, die für den Bau eines strategisch einsetzbaren UAVs nötig sind

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    Tags:
    Tarnkappentechnologie, Bomber, Russland, Tu-160M2, PAK DA