04:43 10 August 2020
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    Die US-Raumfahrtbehörde NASA plant, die Präsenz ihrer Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS auszubauen, und bleibt deshalb auf russische Sojus-Raumschiffe angewiesen. Das sagte NASA-Chef Jim Bridenstine am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

    „Selbst angesichts des Vertrauens in unser Team denke ich, dass dies (der Verzicht auf russische Sojus-Raumschiffe) unvernünftig wäre. Wichtig ist, alle Möglichkeiten auszunutzen, um die amerikanische Präsenz auf der ISS auszubauen“, sagte Bridenstine im Hinblick auf die erfolgreiche Erprobung des Raumschiffes Crew Dragon aus der Produktion des Unternehmens SpaceX.

    Die Pressekonferenz wurde auf der NASA-Homepage live übertragen.

    Termin für bemannten Dragon-Flug steht noch nicht fest

    Der erste unbemannte Demonstrationsflug von Crew Dragon hatte am 2. März 2019 stattgefunden. Nach einem eintägigen Flug machte die Kapsel mit einer Astronautenpuppe und 180 Kilogramm Nutzlast an Bord an der ISS fest.

    Der erste bemannte Dragon-Flug würde bedeuten, dass die USA nun wieder Weltraumflüge von ihrem Territorium aus absolvieren können. Das Shuttle-Programm der NASA wurde 2011 eingestellt, worauf die Amerikaner auf russische Trägerraketen angewiesen waren. Seitdem ist ausschließlich die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos für die Beförderung internationaler Teams zur ISS zuständig.

    am/mt

     

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    Tags:
    Crew Dragon, Sojus, ISS, NASA, USA