19:46 02 Juni 2020
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    Das Vehikel gleicht wirklich einem mobilen Schutzbunker: Auf einem T-80-Fahrgestell wurde für den Sowjetpräsidenten Gorbatschow ein strahlungssicheres Panzerauto gebaut. Bei einem Atomkrieg hätte der Staatsführer darin bis zu 48 Stunden lang ausharren können. Ein Museum in Südrussland hat das Gefährt restauriert.

    Fünf Ladogas wurden hergestellt, einer davon ist im Besitz von Park Patriot, einem Vaterlandsmuseum im südrussischen Gebiet Rostow. „Eines dieser Fahrzeuge, das mit der Bordnummer 180, war für den einzigen Sowjetpräsidenten bestimmt, für Michail Gorbatschow. Mitarbeiter unseres Museums haben es restauriert“, sagt der Museumsführer Alexej Kosin. Der Ladoga 180 ist absolut fahr- und nutzungsbereit.

    „Es gab Platz für sechs Personen im Ladoga. Zwei Plätze im Bug für die Fahrzeugmannschaft. Zum Einsteigen standen zwei Luken zur Verfügung. Für die Fahrgäste war eine Extrasektion vorhanden, die über eine ausklappbare Bordwand erreicht werden konnte“, erklärt der Museumsmitarbeiter.

    Geschützt wurden die Menschen im Inneren durch eine starke Panzerung und einen Außenluftfilter. So konnte keine Strahlung in den Innenraum eindringen. Zudem waren Druckflaschen mit Atemluft vorhanden und eine Klimaanlage. Selbst ein Wasser- und Lebensmittelvorrat war vorgesehen. Damit hätten die sechs Personen 48 Stunden lang an Bord des Ladoga ausharren können.

    Eine Gasturbine mit 1250 PS beschleunigte das Gefährt auf bis zu 110 km/h bzw. auf 70 km/h im unbefestigten Gelände. Der Treibstoff reichte für 350 km Reichweite. Die Umgebung konnte durch modernste (für die damalige Zeit) Kommunikations- und Überwachungsgeräte beobachtet werden.

    Ein Ladoga mit der Bordnummer 317 half 1986 beim Unglück in Tschernobyl: Die Mannschaft erkundete mit dem Fahrzeug die stark verstrahlte Umgebung und die zerstörte Maschinenhalle des Kernkraftwerks.

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    Tags:
    UdSSR, Tschernobyl, Michail Gorbatschow, Panzer, Atomkrieg