13:21 18 Februar 2020
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    Die Bundeswehr stoppt das milliardenschwere Projekt zum Kauf von Triton-Aufklärungsdrohnen des US-Konzerns Northrop Grumman. Alternativ will sie drei Bombardier des Typs „Global 6000“ erwerben und mit Militärsensoren ausstatten, heißt es in einer vertraulichen Unterrichtung der Obleute des Verteidigungsausschusses, die Reuters am Dienstag vorlag.

    Diese Entscheidung werde einerseits damit begründet, dass Triton nicht, wie der Nato zugesagt, bis 2025 fertig würde. Zweitens sei die Drohne mit rund 2,4 Milliarden Euro Kosten nicht finanzierbar. Der Haushaltsausschuss solle voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 über den Kauf der Flugzeuge entscheiden.

    „Es ist vorgesehen, drei Flugzeuge mit einem signalerfassenden Missionssystem auszustatten“, heißt es in der Unterrichtung. „Dieses soll unter weitgehender Verwendung der durch die deutsche Industrie bereits für das damalige Projekt Euro Hawk entwickelten Sensorik erfolgen.“ Die Sensoren dafür sollte Airbus liefern. Frühere Investitionen könnten damit in Teilen genutzt werden, heißt es in der Unterrichtung.

    Andere Nationen nutzten bereits die „Global 6000“ für militärische Einsätze. Die Bundeswehr selbst betreibe drei Maschinen dieses Typs für den Transport von Regierungsmitgliedern.

    Triton sollte ursprünglich ab 2025 an die Bundeswehr ausgeliefert werden und wie ein gigantischer Datenstaubsauger aus 20.000 Metern Höhe den Funkverkehr belauschen und die Sensoren gegnerischer Flugabwehr aufspüren. Der damalige Minister Thomas de Maizière (CDU) ordnete wegen finanzieller und technischer Risiken des Projekts den Abbruch an.

    aa/mt/rtr

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    Maschinen, Kosten, Jets, Projekt, Drohnen, Bundeswehr