14:05 28 Oktober 2020
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    Die Republik Südafrika rechnet mit Unterstützung Deutschlands beim Aufbau einer verlässlichen Energieversorgung. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sagte bei einer Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag in Pretoria, sein Land beziehe derzeit vor allem Strom aus Kohlekraftwerken.

    Ramaphosas Worten zufolge hoffe man, von deutscher Erfahrung beim Übergang von Kohle zu anderen Energieträgern zu profitieren. Er kündigte an, dass künftig in Südafrika auch Unternehmen und Gemeinden selbst Strom produzieren könnten.

    Südafrika leidet unter häufigen täglichen Stromausfällen. Rund 90 Prozent des Stroms werden aus Kohle produziert.

    Merkel, die von einer Wirtschaftsdelegation begleitet wird, bot Hilfe beim Umstieg auf Erneuerbare Energien oder „auf moderne Gaskraftwerke“ an.

    Die Bundesregierung hatte 2017 die staatliche Förderung des Baus, aber auch der Modernisierung von Kohlekraftwerken gestoppt. Die Beteiligung von Unternehmen am Bau von Atomreaktoren wird von Umweltschutz-Bewegungen kritisiert.

    Deutschland strebt eine grundlegende Umstellung der Energieversorgung von nuklearen und fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energiequellen an. Deutschland ist eines der wenigen Länder weltweit, das verbindlich sowohl aus der Kernenergie als auch aus der Kohleenergie aussteigt.

    Die Republik Südafrika ist mit einem Handelsvolumen von rund 17 Milliarden Euro der wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands in Afrika. Deutschland kündigte verstärkte Hilfe für den Ausbau der beruflichen Bildung in dem Land an, in dem rund 600 deutsche Unternehmen engagiert sind.

    Die Bundeskanzlerin reist nach dem Südafrika-Besuch nach Angola weiter.

    ls/rtr/mt

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    Tags:
    Bundesregierung, Cyril Ramaphosa, Angela Merkel, Deutschland, Republik Südafrika