01:17 28 Februar 2020
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    Der stellvertretende Pentagon-Chef Alan Shaffer hat sich zur jüngsten Äußerung von Präsident Donald Trump geäußert, wonach die USA „superschnelle“, sprich Hyperschallraketen habe. „Ich werde das weder dementieren noch bestätigen“, sagte Shaffer am Donnerstag in Washington.

    Trump zufolge verfügen die Vereinigten Staaten über eine „Vielzahl superschneller Raketen“, die um ein Mehrfaches schneller fliegen würden als herkömmliche Raketen.

    Shaffer bestätigte nur, dass die USA an Hyperschallraketen tüftelten.

    Entwicklung läuft auf vollen Touren

    Die USA haben den Besitz von Hyperschallwaffen bislang nicht offiziell eingestanden, allerdings eingeräumt, dass Entwicklungen in diese Richtung auf vollen Touren liefen. Dagegen hat Russland derartige Waffen bereits erprobt. Trump hatte angedeutet, dass Moskau Hyperschall-Technologien bei den USA geklaut haben soll. Zuvor hatte Trumps Ex-Sicherheitsberater John Bolton ebenfalls Russland zur Last gelegt, amerikanische Technologien kopiert zu haben.

    Programm aus Geldmangel gestrichen

    Indes sah sich die US-Luftwaffe gezwungen, eines der zwei wichtigsten Programme zur Entwicklung von Hyperschallwaffen zu streichen. Konkret geht es um das Projekt HCSW (luftgestützte Hyperschallrakete großer Reichweite).

    Air-Force-Sprecherin Ann Stefanek führte diese Entscheidung nicht auf technische Probleme, sondern auf Budgeteinschränkungen zurück. Die Führung der Air Force habe beschlossen, alle Geldmittel in die Entwicklung eines anderen Programms – ARRW (Air-Launched Rapid Response Weapon) – zu stecken. Im Rahmen dieses Projekts soll unter anderem ein einzigartiges Fluggerät entwickelt werden.

    Erste Ergebnisse voraussichtlich 2022

    „Wir werden weiterhin mit unseren Schwestergesellschaften zusammenarbeiten, um herauszufinden, wie wir unsere Fähigkeiten am effektivsten nutzen können, um den sparsamsten Umgang mit Steuergeldern sicherzustellen“, hieß es in einer Erklärung vom 10. Februar.

    Dem Magazin „Defense News“ zufolge werden die ersten Ergebnisse 2022 erwartet. Für die beiden Programme ist der Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin zuständig.

    am/mt

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    Tags:
    Stellungnahme, Entwicklung, Hyperschallrakete, Pentagon, USA