10:33 30 März 2020
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    100.000 Tonnen Wasserverdrängung und atomarer Antrieb – das können bislang nur die Super-Carriers der US Navy. Russlands derzeit einziger Flugzeugträger, die „Admiral Kusnezow“, hat konventionelle Turbinen. Aber die russische Marine könnte nachziehen: Deren künftiger Träger fährt wahrscheinlich mit Atomkraft, schreibt „Forbes“.

    Wann die russische Marine einen neuen Flugzeugträger bekommt, steht noch nicht fest. Aber Russlands Führung prüft die Konzepte: Bei einem Besuch in der Krim-Stadt Sewastopol im vergangenen Januar hat sich Präsident Putin den Modellentwurf des Trägers „Lamantin“ angeschaut.

    Die „Lamantin“ oder auch „Projekt 11430E“ ist in klassischer, für einen Flugzeugträger typischer Bauweise ausgelegt. Eckdaten: 90.000 Tonnen Verdrängungsmasse und 350 Meter Länge.

    Das zweite Konzept: „Schtorm“ oder „Projekt 23000E“ – 90.000 Tonnen Wasserverdrängung und 330 Meter Länge. Markant an diesem Träger ist der Doppelturmaufbau an Deck, ähnlich dem britischen Carrier „Queen Elizabeth“.

    Das Wichtigste aber: Bei beiden Konzepten ist ein atomarer Antrieb vorgesehen, schreibt die Zeitschrift „Forbes“. Russlands Marine setzt seit Langem schon Schiffe mit atomarem Antrieb ein. Die Kreuzer der „Kirow“-Klasse zum Beispiel. Einer davon fährt weiterhin unter russischer Flagge, der andere wird gegenwärtig modernisiert.

    Eine Modernisierung wird derzeit auch am derzeit einzigen Flugzeugträger der russischen Marine vorgenommen. Die Arbeiten an der „Admiral Kusnezow“ sollen Ende dieses Jahres zum Abschluss kommen, wurden jedoch wegen Zwischenfällen immer wieder unterbrochen.

    Dennoch bleibt die „Admiral Kusnezow“ für die russischen Seestreitkräfte auf mittlere Sicht unverzichtbar. Das hat in besonderer Weise der russische Einsatz in Syrien gezeigt. Der Flugzeugträger samt seinem Jagdbombergeschwader war zeitweise vor der syrischen Küste stationiert.

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    Tags:
    Russland, Flugzeugträger Admiral Kusnezow, Flugzeugträger