14:07 23 Oktober 2020
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    Der Start einer russischen Raumsonde in Richtung Mond ist für den 1. Oktober 2021 geplant, teilte der Leiter der Abteilung Nukleare Planetologie am russischen Institut für Weltraumstudien, Igor Mitrofanow, am Montag in einer Sitzung des Raumfahrt-Rates der Russischen Wissenschaftsakademie mit.

    Im Jahr 1976 wurde in der damaligen Sowjetunion die bisher letzte Mondmission einer Raumsonde von heimischem Boden aus gestartet. Russland hat noch nie einen Raumapparat zum Erdsatelliten geschickt.

    „Mit der Bezeichnung Luna-25 soll die Nummerierung der einheimischen Mondmissionen des vergangenen Jahrhunderts nun fortgesetzt werden“, sagte Mitrofanow. Ein Reservetermin sei für den 30. Oktober 2021 angesetzt, fügte er hinzu.

    Für die Landung der Sonde sind zwei Gebiete auf der Mondoberfläche ausgewählt worden. Ersteres liegt nördlich des Kraters Boguslawsky, im Krater Manzinus befindet sich das Reservegebiet. Bei einer erfolgreichen Mission von Luna-25 wird die Raumsonde in einem der genannten Gebiete innerhalb einer Ellipse von 15 zu 30 Kilometern niedergehen.

    Die Raumsonde soll die Bodenbeschaffenheit und Bodenzusammensetzung sowie die polare Exosphäre des Planeten untersuchen. Bislang ist noch kein Raumapparat im Polargebiet des Erdtrabanten niedergegangen.

    Laut früheren Berichten soll Russland im Jahr 2024 eine Raumsonde mit der Bezeichnung Luna-26 und 2025 eine bemannte Mondbasis mit dem Namen Luna-27 zum Erdsatelliten starten. Die beiden Aufgaben gehören zu dem bis 2025 ausgelegten Föderalen Raumfahrtprogramm.

    Darüber hinaus sollen in den Jahren 2027 und 2028 eine Mondbasis Luna-28 zur Entnahme von Grundproben und deren Beförderung zur Erde und eine Mondbasis Luna-29 für den Transport eines schweren Mondfahrzeuges gestartet werden.

    ls/sb

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    Tags:
    Igor Mitrofanow, Mond, Russland