14:43 20 Oktober 2020
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    Keine Ahnung, wieviel dieser Spritfresser genau verbraucht. Die beiden 100-Liter-Tanks des URSA 4x4 sprechen jedenfalls für sich. Aufgebaut ist das Ungetüm auf einem russischen Geländewagen: dem urigen UAZ. Die vier Räder an seinen Lastwagenachsen werden über ein Panzergetriebe angetrieben. Das Portal „UAZbuka“ zeigt den Monstertruck.

    Bei einer Offroad-Show vor wenigen Monaten fuhr ein URSA 4x4 vor: Allrad-Geeks vom Ermak Nordost hatten einen UAZ Hunter zu einem Monstertruck umgebaut. Normallerweise fährt ein UAZ auf 16-Zoll-Rädern – der URSA kommt auf 1.700-mm-großen Reifen daher.

    Die serienmäßigen Achsen des UAZ Hunter konnten die ganze Konstruktion nicht mehr tragen und wurden gegen Lkw-Achsen getauscht. Weil die Karosserie des UAZ entsprechend höhergelegt werden musste, hängen die beiden Achsen jetzt an einer Schrauben- statt an einer Blattfederung. Die Motorkraft wird über das Verteilergetriebe eines Schützenpanzers auf die vier Räder übertragen. Nur die Motorleistung ist unverändert geblieben: Der URSA fährt wie ein serienmäßiger UAZ mit 135 PS. Genaue Angaben zum Spritverbrauch dieses Trucks liegen nicht vor, aber seine beiden 100-Liter-Tanks werden wohl ihren Zweck haben.

    Die Normalräder des UAZ wurden gegen Reifen von 1.700 mm Durchmesser getauscht.

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    Die 26-Zoll-großen Felgen sind mit Bedlocks ausgestattet, damit die Reifen nicht abspringen. Die Pneus sind noch bei 0,3 bar Druck fahrbar.

    Solche Räder brauchen starke Achsen. Beim URSA kommen Achsen eines GAZ-66 zum Einsatz. Dieser geländegängige Lastwagen war lange Zeit das Arbeitstier der russischen Armee.

    Eine Reifenfüllanlage war in den beiden GAZ-66-Achsen schon vorhanden und wurde einfach übernommen.

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    Der Motor und das Getriebe stammen vom UAZ.

    Um das Drehmoment an den Rädern zu steigern, wurde das Verteilergetriebe eines Schützenpanzers zwischengebaut.

    Zwei 100-Liter-Tanks sollen den Spritdurst des URSA im Gelände stillen.

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    Die Karosserie musste höhergelegt werden, weshalb die Radaufhängung komplett überarbeitet wurde: Schraubfedern statt Blattfedern.

    Für besonders harte Fälle ist eine Seilwinde vorgesehen.

    Um in den Fahrersitz zu kommen, muss man fit sein. Wacklige Trittstufen sollen eine Hilfe sein.

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    Unklar ist, wozu der URSA einen Schnorchel braucht. Der Truck ist an die drei Meter hoch und hält sich dank der Luft in den Reifen immer über Wasser. Es muss schon einen Sturm geben, damit der Motorraum geflutet würde.

    Risiko: Der Radstand des URSA ist im Vergleich zum Standard-UAZ kaum vergrößert worden, der Schwerpunkt aber liegt deutlich höher. Die Folge: An steilen Hängen neigt der URSA zum Kippen. Eine Radstandverlängerung wäre ratsam gewesen.

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    Aber wichtiger als Fahreigenschaften ist beim URSA ohnehin der Wow-Effekt.

    Übrigens: „Ursa“ hießen Monster im Science-Thriller „After Earth“. Die Monster waren blind, konnten aber den Angstschweiß von Menschen aufspüren. Also: Locker bleiben, wer diesem Riesen begegnet. 

    UAZ Ursa 4x4 von Ermak Nordost
    © Foto : Ermak_team
    UAZ Ursa 4x4 von Ermak Nordost
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    Tags:
    Geländewagen, Russland, UAZ