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    Die Großväter unter den russischen Kraftfahrern können sich an den ZIL-157 noch gut erinnern: Der urige Dreiachser war robust, zuverlässig und im Gelände unschlagbar. Aber wer mit ihm nicht umgehen konnte, dem wurde er gefährlich. Vor allem unter den jungen ZIL-Fahrern waren Knochenbrüche am Steuer keine Seltenheit.

    Für die Kraftfahrer aus Sowjetzeiten ist der ZIL-157 der beste Gelände-Lastwagen überhaupt: Simpel konstruiert, zuverlässig und kommt selbst im meterhohen Schlamm noch vorwärts. Man musste halt nur wissen, wie man das Arbeitstier richtig anfasst.

    Für seine Zeit war der ZIL-157 technologisch top, mit leistungsstarkem Motor und einer Reifendruckregelanlage für den härtesten Geländeeinsatz beim Militär. Die Entwickler hatten alles, was an dem Vorgänger-Truck – ZIS-151 – gut war, bei diesem Modell nochmal verbessert. Es entstand eine Vielzahl an Ausführungen für das Militär, die Feuerwehr und den kommunalen Einsatz.

    ZIL-157 (Archivbild)
    © Sputnik / Y. Andrianow
    ZIL-157 (Archivbild)

    Es gab wohl keinen anderen Truck in der UdSSR, der so viele Spitznamen hatte: „Bügeleisen“ hieß der ZIL-157 oder „Krokodil“ oder eben „Menschenfresser“ – „Ljudojed“. Dies vor allem, weil viele junge Fahrer ihre Unerfahrenheit am Steuer des ZIL mit teurem Lehrgeld in Form von Knochenbrüchen an Fingern, Händen oder gar Unterarmen bezahlen mussten.

    Die Crux war die schwere Lenkung des Gelände-Lasters. Machte ein Neuling am Steuer einen auf dicke Hose und hielt das Lenkrad mit nur einer Hand an einer Speiche fest, konnte der „Menschenfresser“ ihm die Finger mit einem Ruck locker wegreißen. Wer dem ZIL-157 mit Respekt begegnete und das Lenkrad wie ein braver Fahrschüler mit beiden Händen festhielt, der überstand jede noch so harte Geländefahrt heil und unversehrt.

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    Tags:
    Katjuscha, Lastwagen, UdSSR, Autoindustrie, Sowjetunion