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    Im Rahmen der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie stehen in Deutschland nach Einschätzung der Biotechbranche genügend Antikörper-Tests zur Verfügung. Wie der Verband BIO Deutschland am Dienstag mitteilte, könnten die Testkapazitäten sogar weiter ausgebaut werden.

    Dem Bio-Deutschland-Chef Oliver Schacht zufolge muss geklärt werden, wie breit diese Tests eingesetzt und auch vergütet werden sollen. Zudem müsse man wissen, welche Menschen in Deutschland getestet werden und wie häufig getestet wird, damit die Industrie bedarfsgerecht produzieren könne.

    Der Geschäftsführer des Tübinger Diagnostikanbieters CeGaT, Dirk Biskup, der nach eigenen Angaben einen der ersten zertifizierten Antikörper-Tests auf den Markt gebracht hat, sagte: „Aufgrund der hohen Dunkelziffer ist es für den Einzelnen wichtig zu wissen, ob sie oder er mit dem Corona-Virus infiziert war oder nicht.“

    In Deutschland arbeiten BIO Deutschland zufolge derzeit mehrere Dutzend Unternehmen an der Entwicklung und Herstellung von Testsystemen für Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus.

    Als ein entscheidender Faktor zur Abkehr von den Pandemie-Beschränkungen gelten Tests zum Nachweis, dass jemand bereits eine Infektion durchgemacht und Antikörper gegen das Virus gebildet hat.  

    „Immunitäts-Ausweis“

    Einige Regierungen hatten vorgeschlagen, für Personen mit Corona-Antikörpern im Blut sogenannte „Immunitäts-Ausweise“ oder Ungefährlichkeitsbescheinigungen auszustellen, mit denen diese dann wieder ohne Einschränkungen reisen oder arbeiten könnten. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es noch keine schlüssigen Belege für eine Immunität von genesenen Covid-19-Patienten. Laut dem deutschen Robert Koch-Instituts (RKI) gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten ein nur sehr geringes Reinfektionsrisiko haben. Unklar sei dabei, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird. 

    ls/mt/rtr

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    Robert-Koch-Institut, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Deutschland