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    Ausländische Massenmedien zeigen Interesse an militärischen Neuentwicklungen Russlands. So schreiben die Amerikaner über das "Seemonster" aus Russland - den A-050 „Ekranoplan“. Die Chinesen machen auf das Atom-U-Boot der neuen Generation „Chabarowsk“ aufmerksam, den Träger des nuklearen unbemannten Unterwasserfahrzeugs „Poseidon“.

    Russland baut ein neues "Seemonster" - A-050 Ekranoplan, berichtet das US-Portal „We Are the Mighty“. Laut der Ausgabe wird das dynamische Luftkissenfahrzeug schon in diesem Jahr eingesetzt. Die A-050 „Tschaika-2“ wird eine Weiterentwicklung des experimentellen "Kaspischen Monsters" sein, das als Grundlage für den Ekranoplan-Raketenträger "Lun" diente.

    Die bekanntesten und erfolgreichsten Ekranoplane der UdSSR sind die Projekte „Lun“ und „Orljonok“. Mehrtonnenfahrzeuge vom Typ „Lun“ beschleunigten auf 500 Stundenkilometer, waren mit Schiffsabwehrraketen bewaffnet und für Radargeräte praktisch unsichtbar.

    Im Interview mit Sputnik kommentierte der militärpolitische Experte Andrej Koschkin die Veröffentlichung in der amerikanischen Presse und bewertete die Eigenschaften der neuen Maschine.

    ​"Die Befürchtungen amerikanischer Experten bezüglich unseres ‚Ekranoplans‘ sind begründet, da es sich um eine vielversprechende Plattform handelt, die bereits Traditionen hat. Alles begann mit dem ‚Kaspischen Monster‘, dann wurde der Atom-U-Boot ‚Chabarowsk‘ der russischen Marine ‚Lun‘ geschaffen, und seine Eigenschaften überraschten den Westen. Er ist nach seinen Eigenschaften etwas zwischen einem Boot und einem Luftkissenfahrzeug. Er schützt recht sicher die Grenzen sowohl in den Gewässern des Schwarzen und Kaspischen Meeres als auch auf der Nordmeerroute. Der ‚Lun‘ hatte eine Anti-Schiffs-Rakete. Und das neu geschaffene Projekt ist hinsichtlich der Leistungsmerkmale um das Zehnfache stärker. Die A-050 „Tschaika-2“ wiegt ungefähr 50 Tonnen, kann aber eine Nutzlast von neun Tonnen (hundert gut bewaffnete Infanteristen) tragen und natürlich Raketen im Einsatz haben. Die Schaffung von neuen Ekranoplanen ist sehr vielversprechend", betonte der Militärexperte.

    Über eine andere Neuentwicklung Russlands schrieb das chinesische Portal „Zhongguo junwang“, nämlich, dass die russische Armee eine neue Angriffsmethode für Atomtorpedos von U-Booten entwickelt habe. Es geht um das Atom-U-Boot ‚Chabarowsk‘ der russischen Marine, das zum Standardträger der unbemannten U-Boote ‚Poseidon‘ werden wird.

    Die "Chabarowsk" soll in den nächsten ein oder zwei Monaten gestartet werden, die Tests werden mindestens zwei Jahre dauern, teilte eine Quelle im russischen militär-industriellen Komplex im April mit. Der Militärbeobachter Viktor Baranets kommentiert:

    "Erstens ist dies ein unbemanntes U-Boot mit einem mächtigen Atomsprengkopf. Es kann sich in einer Tiefe von mehr als einem Kilometer im Meer befinden, bis wohin kein U-Boot tauchen kann. Zweitens liegt die Geschwindigkeit dieser ‘Rakete‘ zwischen 90 und 100 Knoten, ungefähr 50 Stundenkilometer. Heute gibt es weltweit kein einziges U-Boot, das ein Ziel in einer solchen Tiefe treffen kann. Drittens ist das Boot eine Interkontinentalwaffe, für die die Reichweite kein Problem darstellt. Es kann leicht die Erde umrunden. Nachdem sich das unbemannte Fahrzeug unmerklich dem Ufer genähert hat, gräbt es sich in den Schlamm, wo es nicht erkannt werden kann, und wartet auf das Kommando", zitierte den Experten die Föderale Nachrichtenagentur.

    Im April fand im Werk „Sewmasch“ in Sewerodwinsk die offizielle Startzeremonie des ersten Testboots „Belgorod“ statt. Dieses Mehrzweck-Tauchboot ist ein experimentelles Boot für die Drohne „Poseidon“.  Das Boot gehört zum Antey-Projekt, das speziell für das Poseidon-System überarbeitet wurde.

    Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte die Entwicklung von „Poseidon“ erstmals 2018 in einer Botschaft an die Föderale Versammlung an. Ihm zufolge können solche Drohnen sowohl mit konventioneller als auch mit Nuklearmunition ausgerüstet werden, wodurch sie mehrere Ziele treffen können, darunter Flugzeugträgergruppen, Küstenbefestigungen und Infrastruktur.

    Die Entwicklungen in der Militärtechnologie können auch im zivilen Bereich angewendet werden. Die Vereinigte Flugzeugbau-Holding arbeitet an einem Überschall-Passagierflugzeug, in dem die Entwicklungen des strategischen Bombers Tu-160 angewendet werden können. Nach Angaben des Zentralen aerodynamischen Instituts (ZAGI) wurden bereits Triebwerksparameter für ein ziviles Überschallflugzeug ermittelt. Generalmajor Wladimir Popow, ein angesehener Militärpilot, sieht für das neue Flugzeug gute Perspektive.

    "Das Triebwerk ist das Herz eines Flugzeugs. Die Triebwerke, die in Kampfflugzeugen installiert sind, sind normalerweise Multimode-Triebwerke, die mit Nachbrenner-Aktivierungssystemen verbunden sind. Wir haben bereits Entwicklungen, die verwendet werden können, auch für den Bau von Zivilflugzeugen. Es gibt einige Indikatoren für geringen Lärm oder Emissionen. Dies wird jedoch nicht als großes Problem angesehen", sagte Wladimir Popow im Gespräch mit Sputnik. Seiner Meinung nach kann in wenigen Jahren ein neues ziviles Überschallflugzeug geschaffen werden. "Ich denke, zwei oder drei Jahre – und dieses Projekt kann umgesetzt werden. Es gibt große Fortschritte."

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    Tags:
    Passagierjet, Tu-160, U-Wasser-Drohne "Poseidon", Poseidon, Russland, Ekranoplan