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    Zehn komplett neue Modelle will der Fahrzeughersteller Lada bis 2026 auf den Markt bringen. Der Schwerpunkt liegt auf Design, Technologie und Konnektivität. Auf eigenen Elektroantrieb verzichtet der russische Autokonzern bewusst.

    Schon in diesem und im kommenden Jahr sollen fünf Neue kommen, zwei bereits bestehende Modelle erhalten ein Facelift. Das sagte der für das Modellprogramm bei Lada verantwortliche Entwickler Alexej Lichatschow in einer auf YouTube übertragenen Konferenz. Die Neuheiten sind Teil einer bis 2026 angelegten Modelloffensive.

    Zu den Neuen gehört vermutlich auch der Nachfolger des Lada 4x4 Vision (ehemals Niva). Eine Erneuerungskur ist aller Wahrscheinlichkeit nach für die Kompaktlimousine Vesta und den Kombi Largus vorgesehen. Weitere fünf neue und fünf facegeliftete Modelle kommen dann von 2023 bis 2026.

    Die Modelloffensive von Lada baut auf mehreren Schwerpunkten auf. Dazu zählt auch die Verbesserung von Fahrkomfort und Innendesign, die Weiterentwicklung von Multimedia- und Telematik-Systemen (Lada Connect).

    Auf längere Sicht plant Lada, in Zusammenarbeit mit Renault-Nissan-Mitsubishi in die Entwicklung einer neuen Allradplattform und in die Optimierung von Antriebstechnologien zu investieren: Die Verbrennungsmotoren von Lada sollen mehr leisten bei reduziertem Verbrauch und geringeren Schadstoffemissionen.

    Bei Alternativantrieben setzt der russische Fahrzeughersteller vor allem auf Erdgas: Die Modelle Vesta, Largus und Xray sind bereits mit schadstoffarmen CNG-Motoren (Compressed Natural Gas) verfügbar. Auf einen Elektroantrieb verzichtet Lada bewusst: Noch fehle eine gutentwickelte Ladeinfrastruktur, auch seien E-Autos nicht unter allen klimatischen Bedingungen erwartungsgemäß nutzbar, sagte der Programmchef in der Konferenz.

    Eigenständig E-Antriebe zu entwickeln, halte man unter diesen Umständen nicht für sinnvoll. Man könne aber, sofern die Nachfrage da sei, auf entsprechende Komponenten der Partnerallianz Renault-Nissan-Mitsubishi zurückgreifen.

    Ähnlich äußerte sich der Entwickler zum Thema „autonomes Fahren“: Noch sei weder eine geeignete Infrastruktur noch ausreichendes Käuferinteresse vorhanden, um intensiv in die Eigenentwicklung autonomer Fahrzeuge zu investieren. Stattdessen setze Lada auch in diesem Segment auf die Zusammenarbeit mit der Partnerallianz.

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    Autoindustrie, Autos, Russland, Lada XRay, Lada Niva, Lada 4x4, Lada