17:42 19 September 2020
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    Ein erneuter Startversuch mit einer Weltraumrakete der MOMO-Klasse des japanischen Unternehmens Interstellar Technologies ist missglückt: Die Rakete stürzte kurz nach dem Abheben vom Startplatz in der Stadt Taiki auf der nördlichen Insel Hokkaido ins Meer, ohne die vorgegebene Höhe zu erreichen.

    Der Start der MOMO-5, der bereits fünften Rakete dieses Typs, war ursprünglich im vergangenen Jahr geplant, war aber wegen technischer Störungen und im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie mehrmals verschoben worden.

    ​Das Raketenbauunternehmen Interstellar Technologies mit Sitz auf Hokkaido wurde 2005 gegründet. Im Jahr 2017 wurde eine Kleinrakete MOMO entwickelt und gebaut, die zehn Meter lang und 50 Zentimeter breit war. Die Rakete war zum Aussetzen von Nanosatelliten im Weltraum bestimmt. Es wurden insgesamt fünf Starts von MOMO-Raketen vorgenommen, von denen nur einer – im Mai 2019 – erfolgreich war.

    Laut Projekt soll eine MOMO-Rakete die Kármán-Linie – die gedachte Grenze der Erdatmosphäre zum Weltraum – passieren. Nachfolgend will das Unternehmen 2023 einen Raketenstart mit einem Satelliten an Bord durchführen.

    ls/sb

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    Tags:
    Hokkaido, Interstellar Technologies, Japan