01:19 05 Dezember 2020
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    Nachdem das US-amerikanische „Starliner“-Raumschiff bei einem ersten Flugversuch nicht die Internationale Raumstation ISS hatte erreichen können, soll der Test noch in diesem Jahr wiederholt werden. Das teilten die Betreiberfirma Boeing und die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag (Ortszeit) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit.

    Mit dem von Boeing im Auftrag der Nasa entwickelten „Starliner“ sollten Astronauten in diesem Jahr zur ISS gebracht werden. Bei einem unbemannten Test im Dezember 2019 hatte es das Raumschiff aber nicht in den Orbit und zur ISS geschafft. Als eine der Ursachen gilt ein Problem mit der automatischen Zündung der Antriebe. Ein zweiter Test war eigentlich nicht geplant gewesen. Ein genaues Datum für den neuen unbemannten Testflug wurde zunächst nicht mitgeteilt.

    Eine Untersuchung hatte kürzlich ergeben, dass Boeing 61 Korrekturen an dem Raumschiff vornehmen muss. Bei der Pressekonferenz wurde mitgeteilt, dass diese Zahl nach endgültigem Abschluss der Untersuchung nun auf 80 angestiegen sei.

    „Wir haben eine tiefgreifende Analyse vorgenommen (…) und mehr als 80 Empfehlungen erstellt, an denen Spezialisten sorgfältig arbeiten“, sagte Kathy Lueders vom Nasa-Programm für kommerzielle bemannte Raumfahrt.

    Der Boeing-Konkurrent SpaceX, der von der Nasa ebenfalls zur Beförderung von Astronauten angeheuert wurde, hatte Ende Mai beim letzten Flugtest des „Crew Dragon“ erstmals zwei US-Raumfahrer erfolgreich zur ISS befördert.

    Nasa hatte 2014 Verträge mit den Privatunternehmen SpaceX und Boeing geschlossen, die die Raumschiffe „Crew Dragon“ und „Starliner“ bauen. Der Vertrag mit Boeing über die Entwicklung und den Bau des Raumschiffes sowie einen bemannten Start hatte einen Wert von 4,2 Milliarden Dollar. Der Vertrag mit SpaceX kostete der Nasa 2,6 Milliarden Dollar.

    ls/mt

     

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    Tags:
    NASA, ISS, SpaceX, Boeing, USA