07:20 09 August 2020
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    Die russische Kriegsmarine testet nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium in Moskau ein Atom-U-Boot, das künftig als erster Träger der neusten U-Wasser-Drohne „Poseidon“ dienen soll.

    Das U-Boot, das nicht nur mit „Poseidon“, sondern auch mit neusten Hyperschallraketen „Zirkon“ bestückt werden soll, sei bereits im März 2019 zu Wasser gelassen worden und werde nun von der Kriegsmarine erprobt, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag mit.

    „Die Kriegsmarine testet gemeinsam mit Unternehmen der Rüstungsindustrie das im März 2019 vom Stapel gelaufene erste Atom-U-Boot, das unbemannte Unterwasser-Apparate ‚Poseidon‘ trägt“, hieß es.

    Die Besatzung lerne den Umgang mit den neuen Waffen. Auch die Arbeiten an der Hyperschallrakete „Zirkon“ nähern sich laut Verteidigungsministerium ihrem Ende.

    Der erste experimentelle Poseidon-Träger ist eigentlich das U-Boot „Belgorod“ des Projekts 949A „Antej“, das speziell für die Erprobung der neuen Waffe umgebaut und im März 2019 zu Wasser gelassen wurde. Das im Bau befindliche Atom-U-Boot „Chabarowsk“ (Projekt 098531) soll der erste serienmäßigePoseidon“-Träger sein. Wie die Agentur RIA Novosti aus Rüstungskreisen erfuhr, soll die „Chabarowsk“ schon in den nächsten Monaten zu Wasser gelassen werden.

    Die technischen Daten des U-Boots sind nicht öffentlich bekannt. Laut unbestätigten Berichten soll das U-Boot bei einer Wasserverdrängung von 10.000 Tonnen auf bis zu 32 Knoten beschleunigen und 500 Meter tief tauchen können. Die 100-köpfige Besatzung soll bis zu 120 Tage lang auf hoher See bleiben können, ohne einen Hafen anzulaufen.  

    Präsident Wladimir Putin hatte 2018 in seiner Ansprache zur Lage der Nation erstmals über den Bau von schnellen Unterwasserdrohnen in Russland berichtet. Die sowohl konventionell als auch atomar bestückbaren U-Drohnen könnten, so Putin, sowohl Flugzeugträgerkampfgruppen als auch Küsteninfrastruktur bekämpfen.   

    leo/ae

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    Tags:
    Waffen, Test, U-Boot, Drohne, Poseidon, Kriegsmarine, Verteidigungsministerium, Russland