23:48 04 Dezember 2020
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    Der Iran soll ein nachgebautes Modell eines US-Flugzeugträgers in die Straße von Hormus gebracht haben, um damit Militärübungen durchzuführen. Das berichtet Reuters unter Verweis auf Satellitenaufnahmen des Unternehmens „Maxar Technologies“.

    Laut Reuters könnte der Flugzeugträger für iranische Militärübungen in die Straße von Hormus gebracht worden sein. Angaben zufolge zeigt eines der Satellitenfotos, wie sich ein iranisches Schnellboot dem Träger nähert. Darüber hinaus seien auf dem Deck des Trägers nebeneinanderstehende Flugzeuge zu erkennen. Auf dem nachfolgenden Video ist zu sehen, wie ein iranischer Kampfhubschrauber den nachgebauten Träger angreift. 

    Bei dem Nachbau soll es sich um einen amerikanischen Flugzeugträger der Nimitz-Klasse handeln. Der originale Träger habe eine Länge von 300 Metern und sei 75 Meter breit. Das nachgebaute Modell sei dagegen nur 200 lang und 50 Meter breit.

    ​Die in Bahrain stationierte 5. Flotte der US-Navy, die unter anderem für die Straße von Hormus zuständig ist, hat dazu Stellung genommen.

    „Wir können nicht sagen, was sich der Iran von diesem nachgebildeten Modell verspricht und welchen taktischen Nutzen sie aus einem Übungsmanöver mit dem Modell ziehen wollen“, sagte Commander Rebecca Rebarich, Sprecherin der 5. Flotte. Und fügte hinzu: „Wir sind uns der Fähigkeit unserer Seestreitkräfte, jeder Bedrohung zu See Einhalt zu gebieten, weiterhin sicher.“

    Nach Angaben von Reuters soll das iranische Militär bereits im Februar 2015 bei Manövern eine ähnliche Nachbildung von einem US-Flugzeugträger verwendet haben. Damals hätten iranische Schnellboote den Träger durch Kanonen und Raketen erfasst.

    Die US-Marine teilte im April mit, dass elf iranische Schnellboote im Persischen Golf gefährliche Manöver ausgeführt und dadurch amerikanische Kriegsschiffe gefährdet hätten. Die US-Schiffe hätten die iranische Seite per Funk und mehrmals mit Signalpfeifen gewarnt. Erst nach einer Stunde sollen die iranischen Boote reagiert und sich daraufhin von den amerikanischen Schiffen entfernt haben. Der Vorfall sorgte für einen verbalen Schlagabtausch zwischen Teheran und Washington.

    Übungen im Persischen Golf

    Die iranischen Revolutionsgarden (Sepah) starteten am Dienstag nach eigenen Angaben die letzte Etappe einer großen Militärübung im Persischen Golf und im Westen der Straße von Hormus.

    An der Übung mit dem Codenamen „Großer Prophet 14“ nehmen Marine und Luftwaffe teil, wie das mit Sepah verbundene Portal „Sepahnews“ berichtet. Mit Raketen, Schiffen und Drohnen würden Offensive und Minenräumen geübt. Auch Raketenübungen seien geplant. Erstmals soll dabei auch der militärische Aufklärungssatellit „Nour“ der iranischen Revolutionsgarden zum Einsatz kommen. 

    mka/rtr/gs

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    Tags:
    Seestreitkräfte, USA, Iran, Straße von Hormus