16:22 21 September 2020
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    Der Standard-Kraftwagen der Roten Armee brauchte Ende der Achtzigerjahre einen Ersatz: Ein Nachfolger für den Kübelwagen UAZ 469 musste her. Das Verteidigungsministerium in Moskau erhielt ein kräftiges Fahrzeug, aber es blieb nur ein Versuchsmodell. Dafür plant UAZ offenbar jetzt eine Neuauflage seines Klassikers.

    Der neue Offroader sollte seinen Vorgänger bei Geländeeigenschaften und Fassungsvermögen übertreffen. Eine Tonne Nutzlast oder zehn vollausgerüstete Soldaten konnte das neue Fahrzeug aufnehmen. Vorgestellt wurde es 1991 unter der Bezeichnung UAZ 3172.

    Es war ein klassischer Geländewagen mit einem Tragrahmen, einem Stoffdach, einer einklappbaren Windschutzscheibe und teils abnehmbaren Türrahmen zwecks leichter Verladung in einen Transporthubschrauber. Aus demselben Grund waren die Entwickler angehalten, ein Maximalmaß an Fahrzeughöhe nicht zu überschreiten: Der neue UAZ durfte nicht höher sein als sein Vorgänger, sollte jedoch mehr Bodenfreiheit aufweisen. Die Ingenieure erreichten 325 Millimeter – 100 Millimeter mehr als beim alten Modell.

    Der 2,9-Liter-Benziner des neuen UAZ leistete 105 PS und verteilte die Kraft über ein Vier-Gang-Getriebe mit Differentialsperren an alle vier Räder. Damit konnte der russische Geländewagen einen ungebremsten Anhänger von 1,2 Tonnen Gewicht ziehen. Das Höchsttempo betrug 117 Stundenkilometer, die maximale Reichweite betrug bei gemäßigter Fahrweise 1000 Kilometer.

    Im Oktober 1992 prüfte eine Sonderkommission des Verteidigungsministeriums den neuen Geländewagen auf Einsatztauglichkeit. Als Vergleichsgröße zog die Behörde zwei westliche Modelle heran: eine G-Klasse von Mercedes und einen Land Rover Defender. Steigungen von 30 Prozent und Neigungen von 20 Prozent konnten alle Rivalen mühelos überwinden, aber bei der Wattiefe war der russische Offroader unschlagbar: 130 Zentimeter schaffte der UAZ 3172 mit erhöhtem Ansaugstutzen problemlos.

    Im Oktober 1993 wurde der neue Geländewagen zur Serienfertigung und Diensteinführung bei der russischen Armee empfohlen, doch es war zu spät: Der Autobauer konnte das Geld nicht mehr aufbringen, um die Serienfertigung des neuen Modells zu starten. UAZ begnügte sich mit einer Überarbeitung seines 469er Modells. In überarbeiteter Form wird dieser Geländewagen auch heute noch gebaut: als UAZ Hunter.

    Der russische Autobauer hat kürzlich Bilder davon veröffentlicht, wie ein UAZ Hunter der nächsten Generation aussehen könnte:

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    Публикация от УАЗ (@uazrussia)

    Es handele sich um ein Konzept des nächsten Hunter, ließ das Autowerk dazu wissen, ohne nähere Informationen mitzuteilen. Auf die Frage eines Internetnutzers, ob UAZ es wirklich schaffe, so ein Modell aufzulegen, hieß es aus dem Unternehmen lakonisch: „Alles ist möglich“

    Auch zur Technik des möglicherweise nächsten Hunter gibt es keine Angaben. Das jetzige Modell wird von einem russischen 2,7-Liter-Benziner mit 135 PS über die Hinterräder angetrieben. Der Allradantrieb lässt sich zuschalten.

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    Tags:
    Mercedes-Benz, UAZ