15:41 19 September 2020
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    Kein Knattern mehr, kein Qualmen: Das neue Zweirad vom Kalaschnikow-Konzern surrt elektrisch durch die Gegend. Von seinem Urahn – einem sowjetischen Zweitakter aus den 1950er Jahren – hat das russische E-Motorrad allein die Bezeichnung übernommen: IZH-49. Entsprechend will der Hersteller auch nur 49 Exemplare der futuristischen Maschine bauen.

    Als ob er es selber noch nicht ganz glauben kann, erklärt der Generaldirektor des Kalaschnikow-Konzerns, Dmitri Tarassow, erstmal: „Das E-Bike auf der IZH-Basis existiert wirklich. Unsere Konstrukteure haben eine E-Version des legendären Motorrads entwickelt.“

    ​Die ursprüngliche IZH-49 (die mit dem Verbrenner) wurde in der Jahren 1951-58 im damals sowjetischen Ischewsk produziert. Unter derselben Bezeichnung, aber mit dem Zusatz „Elektro“, bringt der Konzern eine Stromer-Version der Motorradlegende in limitierter Auflage von 49 Stück auf den Markt.

    „Um eine Serienfertigung geht es im Moment nicht. Jedes Motorrad dieser Version ist eine handgefertigte Maschine, ein Sammlerstück“, sagte Tarassow im Sputnik-Gespräch.

    Das Sammlerstück ist allerdings ein vollfunktionales Motorrad. Der luftgekühlte Gleichstrommotor beschleunigt die IZH-49 „Elektro“ auf 90 km/h, wie der Hersteller auf seinem Instagram-Account bekannt gibt. Das Eigengewicht des Motorrads gibt Kalaschnikow mit 130 Kilogramm an – ohne Batterie, muss man wohl verstehen. Zum Preis äußerte sich der Hersteller nicht.

    2017 präsentierte Kalaschnikow bereits ein E-Motorrad für die russische Verkehrspolizei. Man plane, drei Modelle elektrischer Zweiräder zu entwickeln, darunter eine Offroad-Version für das Militär, erklärte der Konzern damals. Weitere Informationen dazu liegen nicht vor, aber: „Wir bleiben dran an der Elektromobilität“, versichert der Generaldirektor des russischen Technologiekonzerns.

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    Tags:
    Motorrad, Elektroantrieb, Kalaschnikow