05:17 01 Dezember 2020
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    Russland und China werden gemeinsam ein nicht-atomares U-Boot neuer Systemgeneration entwickeln. Bedrohungen von außen stärken das Vertrauen der beiden Länder, woraus gemeinsame Vorhaben auf dem Gebiet der Verteidigung entstehen, sagen Experten im Sputnik-Gespräch.

    Noch wird verhandelt, konkrete Entwicklungsfristen zu nennen, wäre im Moment nicht möglich. Aber ja, es geht um die „gemeinsame Konstruktion eines nicht-atomaren U-Boots neuer Generation“, versicherte ein Sprecher des russischen Föderalamts für wehrtechnische Zusammenarbeit auf der Rüstungsmesse „Army 2020“.

    Die Projektpartner sollen das jeweils Beste in die Entwicklung einbringen – Technologie von der einen, Ressourcen von der anderen Seite, erklärt der Militärexperte und Kapitän der Reserve Konstantin Siwkow im Sputnik-Gespräch:

    „China hat aus meiner Sicht ein starkes Interesse an russischen Technologien zur Lärmminderung. Bisher können nur wenige Länder auf der Welt lautlose U-Boote bauen. Russland ist eines davon. Es ist seinerseits an chinesischen Finanzressourcen und Produktionskapazitäten interessiert. Daraus ergibt sich eine gegenseitig profitable Partnerschaft.“

    Diese Partnerschaft erfordert allerdings auch Vertrauen in höchstem Maß, gibt der Politologe Wladimir Kolotow von der Universität Sankt Petersburg zu bedenken. Doch gerade Russland und China können dieses Vertrauen aufbringen: „Wehrtechnische Vorhaben wie die gemeinsame Entwicklung neuer Waffensysteme können nur bei Ländern gelingen, deren Konfliktrisiko sehr gering ist. Nur dann können sich die Regierungen in solchen Projekten aufeinander einlassen.“

    Ein U-Boot gemeinsam zu entwickeln, ist laut dem Politologen ein Zeichen von sehr starkem Vertrauen. „U-Boote sind in der Landesverteidigung, aber auch in der Außenpolitik ein wirkmächtiger Faktor gegen äußere Bedrohungen. Gerade diese äußere Bedrohung ist für Russland wie für China weitestgehend gleich“, so der Experte.

     

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    Tags:
    Zusammenarbeit, Russland, China, U-Boot