22:16 30 September 2020
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    Die Internationale Raumstation ISS muss bis Montagmorgen nach Berechnungen der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos ein Ausweichmanöver durchführen, um einem ausgedienten US-Militärsatelliten auszuweichen.

    Der Kommunikationssatellit BRICSat-2, der einst der U.S. Navy gehörte und jetzt als Weltraumschrott um die Erde kreist, werde am Montag um 02:23 Uhr Moskauer Zeit (01:23 Uhr MESZ) dem Außenposten der Menschheit im All gefährlich nahe kommen, warnte Roskosmos am Samstag. 

    „Ein Ausweichmanöver der Station ist nötig, um dem gefährlichen Objekt zu entgehen.“

    Das Manöver könnte zwischen 00:00 und 01:00 Uhr Moskauer Zeit am 14. September stattfinden, teilte die russische Raumfahrtagentur weiter mit. Ihre Spezialisten würden die Entwicklung weiter verfolgen.  

    Laut Roskosmos-Angaben war BRICSat-2 im Jahr 2019 mit einer Trägerrakete Falcon Heavy des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ins All gebracht worden.

    Im Juli musste die Flugbahn der ISS bereits um 900 Meter angehoben werden, um Trümmern einer russischen Proton-Rakete auszuweichen. Für das Manöver wurden damals die Triebwerke des an die ISS angedockten Raumfrachters Progress kurzzeitig angezündet. An Bord der ISS befinden sich derzeit die russischen Kosmonauten Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der Nasa-Astronaut Christopher Cassidy.

    leo/ae

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    Tags:
    SpaceX, Militärsatellit, US-Satelliten, Warnung, Kollision, Weltraumschrott, ISS, Roskosmos, Russland