15:54 30 Oktober 2020
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    Im US-Segment der Internationalen Raumstation ist eine Entweichung von Ammoniak festgestellt worden. Die Berichte bestätigte ein Pressesprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im Gespräch mit Sputnik am Freitag.

    „Das unbedeutende Ammoniakleck im US-Segment der ISS wirkt sich nicht auf die Sicherheit der Raumstation und der Crew aus und beeinflusst in keiner Weise das russische ISS-Segment“, sagte der Roskosmos-Sprecher.

    Zuvor hatte eine Quelle in der Weltraumraketenbranche mitgeteilt, dass auf der Außenfläche des US-Segments der Raumstation ein verhältnismäßig kleines Ammoniakleck festgestellt worden sei. Das Gas trete mit einer Geschwindigkeit von etwa 700 Gramm pro Jahr aus. Das Leck sei mit Hilfe eines US-amerikanischen Spezialgerätes eingegrenzt worden. Der ISS-Crew drohe keine Gefahr.

    Laut der Quelle war bereits im Jahr 2017 beim Einsatz von Astronauten im freien Weltraum ein ähnliches Leck an der Außenfläche des US-Segments der ISS entdeckt und beseitigt worden.

    Verflüssigtes Ammoniak zirkuliert außenbords und wird zur Wärmeabführung von den Modulen des US-Segmentes verwendet. Ammoniak zählt zu den mäßig toxischen chemischen Substanzen, kann jedoch in höheren Konzentrationen als starker Giftstoff wirken.

    An Bord der Raumstation sind derzeit die russischen Kosmonauten Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der US-Astronaut Christopher Cassidy eingesetzt.

    ls/sb

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    Tags:
    Roskosmos, Ammoniak, ISS