07:10 22 Oktober 2020
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    Auch wenn ein Riese des fossilen Zeitalters eine Studie zur E-Mobilität in Auftrag gibt, müssen deren Erkenntnisse nicht falsch sein. Ein britischer Spezialist für Schmierstoffe hat Autobesitzer gefragt, was sie am meisten vom elektrischen Fahren abhält. Hier sind die fünf größten Störfaktoren.

    Warum sind E-Autos bei den Autofahrern immer noch nicht so beliebt, wie von offiziellen Stellen erwünscht? fragt Castrol, der britische Schmierstoffhersteller, in der Umfrage namens „Accelerating The Evolution“. Befragt wurden 10.000 Autobesitzer, 750 Transportunternehmen und 30 Experten aus der Fahrzeugindustrie, schreibt das Portal „Popular Mechanics“. Herausgekommen sind fünf Faktoren, die die Entwicklung der E-Mobilität verlangsamen.

    Anschaffungspreis

    Solange E-Autos preislich weit über den Verbrennern liegen, verschieben Autofahrer die Kaufentscheidung lieber auf die Zukunft. Laut dem Portal haben 63 Prozent der Befragten angegeben, der Kaufpreis eines Stromers sei ihnen zu hoch. Die optimale Summe für den Kauf eines elektrischen Autos veranschlagten Umfrageteilnehmer auf 30.000 Euro.

    Ladezeiten

    Auf der Fahrt mit einem benzin- oder dieselgetriebenen Fahrzeug dauere ein planmäßiger Zwischenstopp durchschnittlich 21 Minuten. Zehn Minuten davon würden für das Tanken benötigt. Für das Aufladen eines Elektrofahrzeugs müssen Autofahrer im Durchschnitt 31 Minuten einplanen – sofern sie eine Schnellladestation finden. Den meisten Befragten ist das viel zu lang.

    Reichweite

    Ein Verbrenner legt im Durschnitt 500 bis 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung zurück. Mit solchen Reichweiten können E-Autos bisher nicht mithalten. Erst wenn die Ausdauer eines Stromers ohne Nachladen mindestens 470 Kilometer beträgt, wären die meisten Umfrageteilnehmer zur E-Mobilität bereit.

    Infrastruktur

    70 Prozent der Befragten wünschen sich eine Ladestation für E-Autos in der Nähe ihrer Wohnung. 67 Prozent gaben an, einen Stromanschluss nahe der Arbeitsstelle zu benötigen, um vom Auto mit Verbrennungsmotor auf ein elektrisches Fahrzeug umzusteigen. 62 Prozent der Umfrageteilnehmer ist es wichtig, dass der Strom für die Mobilität aus erneuerbaren Energien stamme. Insgesamt haben nahezu alle Teilnehmer die vorhandene Infrastruktur der E-Mobilität als unzureichend bemängelt.

    Modellauswahl

    Im Großen und Ganzen sind die Umfrageteilnehmer bereit, auf ein E-Auto umzusteigen – vorausgesetzt, es werde ihr Lieblingsmodell als Elektroversion angeboten. 54 Prozent der befragten Autobesitzer und 53 Prozent der Fuhrparkmanager haben angegeben, zum Wechsel bereit zu sein, wenn sie hierfür auf ihr gewohntes Automodell nicht verzichten müssten.

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    Tags:
    Tesla, E-Mobilität, E-Autos