07:03 22 Oktober 2020
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    Mit einer Sojus-2-Trägerrakete hat Russland mehrere deutsche Forschungssatelliten ins All befördert. Der Start vom Weltraumbahnhof Plessezk im Norden des Landes sei problemlos verlaufen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag mit.

    Bei dem Flug sollten 19 Kleinsatelliten ins All gebracht werden. An Bord waren auch drei russische Kommunikationssatelliten der Gonez-M-Serie. Es war der vierte Start einer derartigen Sojus-Rakete von Plessezk in diesem Jahr.

    Der Deutschen Presse-Agentur zufolge sollen vier deutsche Raumapparate aus Würzburg die Erde aus unterschiedlichen Perspektiven beobachten. Mehrere Monate lang sollen die sogenannten „NetSat“-Pico-Satelliten in einer Umlaufbahn in etwa 600 Kilometern Höhe selbstständig optimale Beobachtungspositionen im dreidimensionalen Raum abstimmen. Ziel ist es unter anderem, die Klimaforschung zu unterstützen. Die Mission ist auf mehrere Monate ausgelegt.

    Kleinsatelliten anderer Länder an Bord

    Darüber hinaus brachte die Sojus-2 vier von russischen Universitäten entwickelte Kleinsatelliten in den Orbit, aber auch zwei finnische Satelliten zur Fernerkundung der Erde, vier US-amerikanische Lemur-Raumapparate zur Identifizierung von Seeschiffen, zwei kanadische technologische Trabanten der Serie Kepler-2, den litauischen Forschungssatelliten LacunaSat-3 und einige andere Kleinsatelliten.

    Satelliten der Gonez-Serie

    Die Gruppierung der in tiefen Umlaufbahnen eingesetzten Gonez-D1M-Raumapparate ist unter anderem zur Übertragung von Daten in schwer zugänglichen Gebieten, darunter im Hohen Norden, aber auch für Umwelt- und Industriemonitoring bestimmt.

    am/dpa/sna/gs

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    Start, Satelliten, Sojus-2, Deutschland, Russland