06:26 22 Oktober 2020
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    Die immer beliebter werdenden Smartwatches sind anfällig für Hacker-Angriffe, sagt Iljas Kirejew, Lead Promotion Manager der russischen IT-Firma Crosstech Solutions Group. Der am Handgelenk getragene Minicomputer gehöre zu den IoT-Geräten (Internet of Things) und sei vor unerlaubten Eingriffen nur schwach geschützt.

    Hacker könnten an vertrauliche Daten des Nutzers kommen, seine Gespräche mithören und seine Bewegungen mitverfolgen, klärt der Spezialist in einem Gespräch mit Sputnik auf.

    Bei den IoT-Geräten seien Sicherheitsmängel das größte Problem. Der kurze Produktlebenszyklus bedeute, dass es keine regelmäßigen Sicherheitsupdates gebe, durch die Cyberattacken reduziert werden könnten. Als Folge entstünden im Gerät gefährliche Sicherheitslücken.

    „Sicherheitslücken schaffen günstige Bedingungen für Hacker, um Schadsoftware wie Mirai einzusetzen“, erklärt der Experte.

    Daten können sowohl übers Internet als auch über Bluetooth gestohlen werden, gibt Kirejew zu bedenken. Kritische Bluetooth-Schwachstellen würden es möglich machen, einen Schadcode auf dem Gerät auszuführen oder mittels eines Man-in-the-Middle-Angriffs (MiTM) unerlaubt an die gesamte Kommunikation zu gelangen.

    „Sind einzelne Daten über Positionierung, Anrufe und andere Vorgänge relativ sicher, so bietet ihre Kombination dem Angreifer die Möglichkeit, an den PIN-Code ihrer Karte, ihre Passwörter, ihren Tagesplan und vieles mehr zu gelangen.“ Wenn ein Smartwatch-Hersteller alle Daten zentralisiert speichert und verarbeitet, würde ein Angriff ausreichen, um alle Kundendaten zu stehlen, so Kirejew.

    Um dies zu verhindern, empfiehlt der Experte, keine sensiblen Daten wie den CVV der Bankkarte über die Smartwatch zu übermitteln und die Software öfter upzudaten.

    leo/ae

     

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    Experte, Risiken, Sicherheit, Hacker, Smart Watches, Armbanduhr, Uhr