02:25 29 Oktober 2020
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    Das Gamaleya-Institut in Moskau hat ein Gerät entwickelt, das bis zu 86 Arten von Krankheitserregern, darunter das Virus Sars-CoV-2, in der Luft erkennen kann. Das teilte der Leiter des Labors für translatorische Biomedizin am Gamaleya-Institut, Artjom Tkatschuk, mit.

    "Das Gerät kann im Luftmedium bis zu 86 Targets von pathogenen biologischen Agenzien unterschiedlicher Natur – Viren und Bakterientoxine – ermitteln“, so der Forscher.

    Das Gerät, dessen Entwicklung noch 2015 begann, kann autonom, ohne menschliche Kontrolle nach dem 24/7-Modus arbeiten.

    Laut dem Laborleiter werden pathogene biologische Agenzien komplex von mehreren unabhängigen Modulen ermittelt, die eine präzise spezifische Analyse leisten. Das  Analyseverfahren sei mit Forschungen in einem biologischen Labor vergleichbar, werde jedoch mannlos verwirklicht.

    Das Gerät hat eine Triggervorrichtung und kann in Realzeit eine gefährlich erhöhte Konzentration einer Substanz in der Luft registrieren. Ein entsprechendes Signal kommt in wenigen Sekunden. Dann beginnt die Analyse der jeweiligen Probe, die Aufschluss über die Art des betreffenden Krankheitserregers gibt.

    „Da es dringenden Bedarf an Mitteln zur Diagnose und Schnellerkennung so gefährlicher Infektionskrankheiten wie Sars-CoV-2 gibt, sollen in allernächster Zeit die staatlichen Tests des Geräts abgeschlossen werden, das dann in Massenproduktion gehen wird“, sagte der Laborleiter.

    Laut Tkatschuk sollen solche Geräte noch im Oktober an U-Bahn-Stationen und Flughäfen – vorerst an etwa 100 Orten – installiert werden. Dem Entwickler zufolge kann ein solches Gerät bis zu 100 Quadratmeter Fläche abdecken und direkt an ein Lüftungssystem angeschlossen werden.

    Das Gerät soll in mehreren Varianten gefertigt werden. So kann ein großes ortsfestes Gerät 50 bis 60 Quadratmeter Fläche abdecken, während ein kleineres in einem Koffer untergebracht werden kann.  

    Laut Tkatschuk zeigen ausländische Kollegen schon Interesse an der Neuentwicklung. 

    ls/mt

     

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    Gamaleya-Institut, Russland