14:54 30 Oktober 2020
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    Die ersten Flugtests einer wiederverwendbaren mit Methan getriebenen Trägerrakete sind nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos für 2026 geplant.

    Mit der neuartigen Rakete solle die Familie der Sojus-2-Raketen etappenweise ersetzt werden, heißt es in einer am Montag veröffentlich Mitteilung der Behörde.

    Russland hat bislang keine derartigen Trägerraketen.

    Vertrag unterzeichnet

    Am Montag unterzeichnete Roskosmos einen Vertrag mit dem Raketenbauer Progress. Demnach wird das Unternehmen die „Amur“ getaufte Rakete projektieren. Der Vorentwurf soll Plänen zufolge zum Jahreswechsel fertiggestellt werden. Dafür bewilligte Roskosmos 407 Millionen Rubel (4,4 Millionen Euro).

    In der neuartigen Rakete sollen mehrere neue technische Lösungen Anwendung finden. Plänen zufolge wird die erste Stufe des zweistufigen Trägers bis zu zehn Mal wieder verwendbar sein. Die erste Stufe wird mit dem Triebwerk RD-0169 bestückt, in dem ein Gemisch von Sauerstoff und verflüssigtem Methangas verbrannt wird.

    Start vom Weltraumbahnhof Wostotschny geplant

    Die Rakete soll vom neuen Weltraumbahnhof Wostotschny am Pazifik abheben und Nutzlasten von bis zu 9,5 Tonnen in tiefe Umlaufbahnen bringen. Sollte die erste Stufe nur einmal verwendet werden, könnten bis zu zwölf Tonnen ins All befördert werden. Der Startkomplex für „Amur“ wird bis zu 15 Einsätze pro Jahr ermöglichen.

    Wiederverwendbare Raketenstufen werden derzeit nur vom US-Unternehmen SpaceX in Falcon-Trägerraketen genutzt. An dieser Technologie tüfteln auch das Unternehmen Rocket Lab, aber auch Experten in China und Europa.

    am/gs

     

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    Tags:
    Entwicklung, Rakete, Roskosmos, Russland