19:27 24 November 2020
SNA Radio
    Technik
    Zum Kurzlink
    0 1565
    Abonnieren

    Der dritte Navigationssatellit der neuen Generation Glonass-K, der am Sonntag vom Raumbahnhof Plessezk mit einer Sojus-2.1B-Rakete gestartet worden war, ist in die vorgegebene Umlaufbahn gebracht worden, hieß es im PR-Amt des russischen Verteidigungsministeriums.

    „Die Trägerrakete der Mittelklasse Sojus-2.1B, die am Sonntag, dem 25. Oktober, um 22:08 Uhr (20:08 Uhr MEZ) vom Raumbahnhof Plessezk im Gebiet Archangelsk gestartet worden war, hat zur festgesetzten Zeit das Navigations-Raumgerät Glonass-K erfolgreich in die vorberechnete Umlaufbahn gebracht“, wurde mitgeteilt.

    Um 22:11 Uhr (20:11 Uhr MEZ) übernahmen bodengestützte Mittel der Luft- und Weltraumkräfte die Leitung der Rakete. Um 22:19 Uhr (20:19 Uhr MEZ) trennte sich der Fregat-Beschleunigungsblock mit dem Satelliten von der dritten Raketenstufe. Das war der 12. Weltraumstart seit Jahresbeginn in Russland und der fünfte Start vom Raumbahnhof Plessezk.

    Kleiner Rückblick auf Glonass-K-Satelliten

    Der erste Satellit der Glonass-K-Serie war im Februar 2011 in den Orbit gebracht und getestet worden. Der zweite Satellit der Serie wurde im Dezember 2014 im Weltraum ausgesetzt und dient seit Februar 2016 seinem Verwendungszweck.

    Wie es im Herstellerunternehmen „Reschetnew-Informations-Satellitensysteme“ (gehört zur Raumfahrtbehörde Roskosmos) hieß, wurde der dritte Glonass-K-Satellit unter Berücksichtigung der Flugtestergebnisse der beiden ersten Satelliten dieser Klasse entwickelt. Im Vergleich zu seinen Vorgängern enthält der Satellit mehr im Inland hergestellte Bauteile. Der Starttermin für den Satelliten, der ursprünglich im März in den Weltraum geschickt werden sollte, wurde mehrmals verschoben.

    Die Satelliten der neuen Generationen, Glonass-K und Glonass-2, unterscheiden sich von den Apparaten der Serie Glonass-M durch eine größere Zahl navigatorischer Sendesignale und durch eine längere Lebensdauer. Darüber hinaus sind Glonass-K-Satelliten mit Apparatur des internationalen Such- und Rettungssystems Cospas-Sarsat versehen.

    Die aktuelle Orbitalgruppierung des russischen globalen Navigationssystems GLONASS umfasst 28 Satelliten (25 Apparate der Glonass-M-Serie und drei Apparate der Glonass-K-Serie). 24 davon dienen ihrem Verwendungszweck, ein weiterer durchläuft derzeit Flugtests und einer wird für Wartungsziele eingesetzt. Ein Satellit dient als Reserve und ein weiterer wird derzeit in Betrieb genommen.

    Um den Erdball mit Navigationssignalen des Systems voll abzudecken, sind 24 funktionierende Satelliten notwendig.

    ls/sb

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Überschüssiger US-Militärschrott zu vergeben: Greift Berlin diplomatisch ein oder günstig ab?
    US-Zerstörer verletzt Russlands Grenze – Verteidigungsministerium
    Moskau ruft Berlin zu Verzicht auf aggressive Rhetorik auf
    Tags:
    Russisches Verteidigungsministerium, GLONASS, Roskosmos, Russland