06:34 03 Dezember 2020
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    Das Potenzial der Nuklearkräfte Russlands ist nach Auffassung von Akademiemitglied Juri Solomonow, dem Generalkonstrukteur am Moskauer Institut für Wärmetechnik (MIT) und Entwickler der strategischen Raketenkomplexe Topol, Jars und Bulawa, „nachweislich überschüssig“.

    „Die strategischen Nuklearkräfte müssen der Aufgabe der Gewährleistung der nationalen Sicherheit des Staates dienen. Derzeit ist dieses Potenzial nachweislich überschüssig“, sagte Solomonow in einem Interview, das in der nächsten Ausgabe des Fachjournals „Nazionalnaja oborona“ („Nationale Verteidigung“) veröffentlicht werden soll.

    Solomonow merkte zugleich an, Aufrüsten sei eben Aufrüsten, es könne nicht gestoppt werden.

    „Es muss sich nicht um einen Wettbewerb in diesem Prozess und nicht um Politik handeln, sondern um die minimale vernünftige Hinlänglichkeit. Letztere wird vor allem von dem Kriterium bestimmt, von dem ich wiederholt auf allen Ebenen, darunter auch der höchsten, gesprochen habe. Ich meine damit die Anwendung des universellen Kosten-Effektivität-Kriteriums“, sagte der Generalkonstrukteur.

    Im Verteidigungsministerium Russlands wurde Anfang Januar laut Medienberichten mitgeteilt, dass die strategischen Raketentruppen bis zum Jahr 2024 vollständig umgerüstet werden, wobei Raketenkomplexe aus sowjetischer Produktion durch neueste Waffen ersetzt werden. Der Nuklearschild Russlands ist heute mit den silogestützten Raketenkomplexen Wojewoda, Stilet, Topol-M und Jars vertreten. Zu den mobilen Raketen gehören Topol, Topol-M und Jars. In nächster Zukunft sollen den Raketenverbänden Komplexe der Typen Jars, Awangard und Sarmat zur Verfügung gestellt werden.  

    ls/mt

     

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    Verteidigungsministerium Russlands, Russland