16:06 25 November 2020
SNA Radio
    Technik
    Zum Kurzlink
    51526
    Abonnieren

    Zwei Stunden und zwanzig Minuten war die erste Tu-160 als Upgrade-Version mit neuen Motoren zur Erprobung in der Luft. Der Flug in bis zu 6000 Metern Höhe sei „ohne Zwischenfälle“ verlaufen, teilt der russische Luftfahrtkonzern UAC mit. Was bringt die neue Technik?

    Auf dem Flugplatz der Flugzeugwerke Kasan gestartet, absolvierte die erste Tu-160M mit den neuen serienmäßigen Triebwerken NK-32-02 ihren Erstflug, teilt die russische Luftfahrtholding UAC mit. Gesteuert wurde die Maschine vom Testpiloten Anri Naskidianz, der Flug sei „ohne Zwischenfälle“ verlaufen.

    Der Erprobungsflug ist Teil eines großen Programms der russischen Luftstreitkräfte zur Modernisierung des Überschallbombers Tu-160. Ursprünglich sollten die Maschinen, die bereits im Einsatzdienst fliegen, mit neuen Systemen technisch aufgewertet und dann als Tu-160M in die Nutzung zurückgeführt werden. Zudem sollten Tu-160-Bomber als Upgrade-Version neugebaut und als Tu-160M2 an die Luftwaffe übergeben werden. Diese beiden Teilprogramme sind jedoch zusammengeführt worden, schreibt das Portal „The Drive“. Alle Tu-160-Bomber in modernisierter Ausführung heißen nunmehr Tu-160M.

    Sie enthalten: ein leistungsstärkeres Radar, neue Systeme zur elektronischen Aufklärung und Selbstverteidigung (EloKa), ein Glascockpit mit entsprechend verbesserten Steuerungs-, Kommunikations- und Navigationskomponenten und eben neue Triebwerke.

    Wobei: Das NK-32-02 wird zwar als neu bezeichnet, die Entwicklung geht jedoch auf die Achtzigerjahre zurück, schreibt „The Drive“. Die Verbesserungen bestehen unter anderem aus neuen Schaufeln für den Verdichter und die Turbine sowie einer effektiveren Kühlung. Die Schubleistung des neuen Triebwerks bleibt laut dem Portal zwar dieselbe, dies allerdings bei größerer Effizienz, die eine Reichweitensteigerung um mehr als 1000 Kilometer ermöglicht.

    Das russische Verteidigungsministerium hat die UAC im Januar 2018 damit beauftragt, neben der Aufwertung der vorhandenen Maschinen zehn neue Tu-160M zu produzieren. Der Rollout des ersten einsatzfähigen Exemplars ist für das kommende Jahr angesetzt. Die Arbeiten liegen laut Medienberichten in der Zeit.

    Dass die russische Luftwaffe versucht, das technisch Mögliche aus dem Überschallbomber herauszuholen, ist absolut naheliegend, schreibt „The Drive“: Das Flugzeug hat sich in Syrien durch den Einsatz konventioneller Präzisionswaffen bewährt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Ihr verdammten Kinder- und alte Menschen-Mörder“: Auto fährt in Tor des Bundeskanzleramts
    Medizinprofessor kritisiert Corona-Politik: „Die Zahlen des RKI sind das Papier nicht wert“
    Auch Verteidigungsamt betroffen: Trumps Regierung bereitet umfassende Sanktionen gegen Russland vor
    Tags:
    Flugzeug, Luftstreitkräfte, Testflug, Tu-160