13:01 03 Dezember 2020
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    Für den indonesischen Urwald sind die Panzer Leopard 2RI deutlich zu schwer. Bei einer herkömmlichen Fahrt im Dschungel ist so ein Kampffahrzeug des indonesischen Heers in einer Wasserlache versunken. Ein Foto bei Twitter zeigt das Missgeschick.

    Man könnte ja meinen, Pannen dieser Art seien unvorhersehbar. Dem ist aber nicht so. Schon vor acht Jahren, als Indonesien 61 Exemplare des deutschen Panzers bestellte, warnten Experten, das Kampffahrzeug sei für den Untergrund im indonesischen Dschungel zu schwer. In neueren Ausführungen wiegt der Leopard 2 deutlich über 60 Tonnen – nicht ohne Folgen für seine Geländefähigkeit.

    ​Am Leopard 2RI bemängelt das Militär zudem die übergroßen Überhänge an der Wanne, die das Manövrieren in dichtbewachsenen Gegenden erschweren. Aus diesem Grund ist der deutsche Panzer für Einsätze in bestimmten Gebieten des Landes ungeeignet.

    Zwar schätzt das indonesische Heer die 120-mm-Hauptwaffe und das zeitgemäße Feuerleitsystem des deutschen Panzers. Dennoch will die Truppe auf ihre älteren Modelle aus anderen Ländern vorerst nicht verzichten. Außer dem Leopard 2RI nutzt Indonesien den „leichteren“ Leopard 2A4 (gut 55 Tonnen), den französischen AMX-13 aus den 1950er Jahren, den sowjetischen Schwimmpanzer PT-76 und den britischen Scorpion aus den 1980ern.

    Im Moment produziert Indonesien in Zusammenarbeit mit der Türkei den mittelschweren, mit einer 105-mm-Kanone bewaffneten Kampfpanzer Kaplan MT. Dieser soll die älteren Muster beim indonesischen Heer nach und nach ersetzen.

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    Tags:
    Deutschland, Indonesien, Panzer, Leopard 2