13:05 03 Dezember 2020
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    Die Kombination aus Jagd-U-Boot und Hyperschallwaffe erweitert Russlands Schlagfähigkeit enorm. Das Fachportal „The National Interest“ (NI) spricht von strategischem Vorteil und zitiert einen amerikanischen Verteidigungspolitiker, der ermahnt: „Die USA sind im Rückstand.“

    Um ein Ziel vollständig zu zerstören, bräuchte eine Rakete, die mit achtfacher Schallgeschwindigkeit in das Zielobjekt einschlägt, nicht mal einen Gefechtskopf, schreibt „NI“: so groß wäre die kinetische Energie bei dem Aufprall. Dies ist genau die Geschwindigkeit, die die russische Zirkon-Rakete erreicht. Die russische Marine will die Hyperschallwaffe demnächst auf Jagd-U-Booten stationieren.

    Eine Rakete wie die Zirkon abzufangen, ist laut dem Portal höchst schwierig bis unmöglich. Dem Gegner bleibt so gut wie keine Zeit, um angemessen zu reagieren. „Es ist, als würde man mit einer Kugel auf eine Kugel schießen.“ Dabei ist die Zirkon auch noch in hohem Maß manövrierfähig und zusätzlich schwer zu orten, weil sie im Hyperschallflug laut dem Portal ein Plasmafeld erzeugt, welches alle Radarstrahlung absorbiert.

    „Was aber ist das Besondere daran, eine Hyperschallrakete auf einem U-Boot zu stationieren?“, fragt der Fachautor und schiebt als Erklärung nur ein Wort nach: „Durchhaltefähigkeit“. U-Boote bleiben bei Unterwasserfahrt lange Zeit in relativ hoher Sicherheit aufgrund erschwerter Ortbarkeit. Die Rakete kann auch aus der Unterwasserstellung abgefeuert werden. Das Boot pirscht sich ans Ziel, startet die Rakete aus vergleichsweise kurzer Entfernung: der Gegner hat für erfolgreiche Abwehrmaßnahmen schlichtweg keine Zeit mehr.

    Ein ranghoher Pentagon-Politiker bestätigt dies:

    „Über geeignete Abwehrmaßnahmen gegen diese Waffensysteme verfügen wir gegenwärtig nicht“, sagte der Unterstaatssekretär im US-Verteidigungsministerium, Michael Griffin, laut dem Portal. „Sollten Russland oder China sich dafür entscheiden, Hyperschallwaffen einzusetzen, wären wir heute im Nachteil“, so der US-Beamte. „Die USA sind im Rückstand.“

    Das weiß auch der wissenschaftliche Dienst des US-Kongresses (Congressional Research Service). Dessen Experten erklären laut „NI“, Russland arbeite an hochmanövrierfähigen Hyperschallwaffen, um amerikanische Abwehrsysteme zu überwinden und auf diese Weise eine „strategische Stabilität gegenüber den Vereinigten Staaten“ sicherzustellen. 

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    Tags:
    Russland, USA, U-Boot, Zirkon-Raketen