12:34 03 Dezember 2020
SNA Radio
    Technik
    Zum Kurzlink
    61789
    Abonnieren

    Das russische Verteidigungsministerium zeigt das, was sonst nur auf Luftfahrtausstellungen zu sehen ist. Alle drei Langstreckenbomber der russischen Fernfliegerkräfte – Tu-160, Tu-95MS und Tu-22M3 – präsentieren sich mit voller Bewaffnung dem Flugzeugfan. Auch Tarnkappenraketen sind dabei.

    Eine Tupolew Tu-160 – überschallschneller Schwenkflügelbomber für den Langstreckeneinsatz – steht auf dem Flugfeld hinter doppelt aufgereihten Cruise-Missiles. Ein imposantes Bild. Ihre Waffenlast transportiert die Tu-160 ausschließlich intern: in zwei Waffenschächten, ausgestattet mit revolverähnlichen Startern für je sechs Flugkörper, schreibt das Portal „The Drive“.

    Die Hauptwaffe des strategischen Bombers ist die nukleare Rakete Ch-55SM aus den 1970er Jahren und die nukleare Ch-101 sowie deren konventionelle Version Ch-102. Sowohl die ältere als auch die neuere Rakete fliegt mit Unterschallgeschwindigkeit ins Ziel. Die neuere verfügt jedoch über Tarnkappeneigenschaften. Die Ch-102 wird laut dem Portal seit wenigen Jahren in Serie gebaut, wurde aber schon im Syrien-Einsatz genutzt – sowohl mit der Tu-160 als auch mit der Tu-95MS.

    Wie die Tu-160 ist nunmehr auch die Tu-95MS fit für den Einsatz konventioneller Waffen: eine wesentliche Erweiterung des Einsatzprofils für den viermotorigen Turboprop-Bomber aus dem Kalten Krieg, schreibt „The Drive“.

    Langstreckenbomber Tu-95MS
    Langstreckenbomber Tu-95MS

    Auf dem Vorfeld präsentiert sich die Tu-95MS mit den gleichen Waffentypen: Ch-55SM und Ch-101/102. Allerdings kann der Bomber lediglich sechs respektive acht dieser Flugkörper aufnehmen, weil nur ein einziger Bombenschacht vorhanden ist. Die Tu-95MS im Bild verfügt über vier Waffenstationen unter den Tragflächen für die Ch-101/102. Denn der interne Waffenschacht ist schlichtweg zu klein, um acht dieser Flugkörper fassen zu können.

    Schließlich die Tu-22M3: ein weiterer überschallschneller Schwenkflügelbomber der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte. Die Maschine ist für den Mittelstreckeneinsatz konzipiert, schreibt das Portal. Im Bild des Verteidigungsministeriums zeigt sich der Bomber ausschließlich mit freifallenden Fliegerbomben – darunter die riesigen Mehrzweckbomben FAB 3000 mit einem Gewicht von drei Tonnen.

    Langstreckenbomber Tu-22M3
    Langstreckenbomber Tu-22M3

    Sonderbar ist, dass die Tu-22M3 auf dem Foto ohne Raketenbewaffnung daherkommt, so „The Drive“. Denn der russische Mittelstreckenbomber kann neben den Bomben auch mit der Ch-22-Rakete ausgerüstet werden.

    Dieser riesige Lenkflugkörper kann gegen Wertziele am Boden oder zur Abwehr von Kampfschiffen eingesetzt werden. Mit einem Flüssigkeitstriebwerk ausgestattet, beschleunigt die Rakete im Zielanflug auf über Mach 4 – fast Hyperschallgeschwindigkeit. Deshalb bleibt die Ch-22 trotz ihres Alters (entwickelt in den 1960ern) ein großes Problem für die Flugabwehr, schreibt „The Drive“.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Manipulation und Betrug: Trump äußert sich in 46 Minuten langem Video zu Wahlergebnissen
    Noch ein mysteriöser Monolith in den USA aufgetaucht – Fotos
    Vizechef des Krim-Parlaments: Nato soll sich raushalten
    Tags:
    Russland, Langstreckenbomber, Tu-160M2, Tu-95MS, Tu-22M3