12:08 02 Dezember 2020
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    Hätte es das Ende der Sowjetunion nicht gegeben, wäre diese Panzerkanone möglicherweise in Serie gegangen: ein 140-Millimeter-Geschütz für den deutschen Kampfpanzer Leopard 2, entwickelt in den 1980er Jahren in der Schweiz. Das Großkaliber hat die Jahrzehnte bis heute überdauert.

    Die meisten Angaben zu dieser Panzerkanone sind bis heute unveröffentlicht geblieben, aber die gewaltigen Ausmaße sieht man ja schon an den Bildern. Das Geschütz wurde in den Achtzigerjahren auf einem Leopard 2 getestet.

    Die Entwickler berichteten, bei der Erprobung eine Panzerplatte von einem Meter Dicke mit einem Schuss aus dieser Kanone durchschlagen zu haben – dies mit einer Munition ohne Uran-Kern. Dafür waren die Geschosse so massiv, dass sie aus zwei Teilen bestanden. Sonst hätten sie in das Munitionsmagazin nicht hineingepasst. Ein Versuchsexemplar der Großkanone ist bis heute erhalten, allerdings auf der Plattform eines Panzers 68 der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte Thun.

    Anfang der Neunzigerjahre änderte sich die Weltpolitik mit einem Schlag. Nach dem Zerfall des Warschauer Pakts hatten Regierungen weitaus weniger Interesse an neuen schweren Waffen. Die 140-mm-Kanone ging nie in Serie. Aber die Erfahrungen, die bei der Konstruktion und der Erprobung dieser Waffe gemacht wurden, gehen sicherlich in die Entwicklung künftiger Landsysteme ein.

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    Tags:
    Leopard 2, Kampfpanzer, Sowjetunion