14:44 25 November 2020
SNA Radio
    Technik
    Zum Kurzlink
    121172
    Abonnieren

    Der kernkraftgetriebene Eisbrecher „Arktika“ – das leistungsstärkste Schiff dieser Art in der Welt – unternimmt seine erste Fahrt via Nordostpassage entlang der arktischen Küste Russlands. Das teilte die zur Kernenergiegesellschaft Rosatom gehörende Reederei Atomflot am Montag mit.

    Am gleichen Tag sei die „Arktika“ aus dem Hafen von Murmansk auf der Kola-Halbinsel zu ihrer ersten längeren Testfahrt durch arktisches Eise ausgelaufen – mit Kurs auf die Karasee.

    Zweite Nordostpassage-Fahrt Ende Dezember

    „Der Einsatz des Eisbrechers im Einzugsgebiet der Nordostpassage dauert bis Mitte Dezember. In diesen drei Wochen wird die ‚Arktika‘ ihre (eisgängigen) Eigenschafen unter Beweis stellen… Das ist ein ganz normaler Hergang bei der Inbetriebnahme eines beliebigen Schiffes“, wurde Atomflot-Schifffahrtsdirektor Leonid Irliza in der Mitteilung zitiert.

    Danach kehre der Atomeisbrecher nach Murmansk zurück, wo er betankt und sein Vorrat an Lebensmitteln und sonstigem notwendigem Material aufgefüllt werde. Für Ende Dezember sei eine zweite Fahrt in die Region geplant: Die gesamte Winter-Frühjahr-Navigation 2020/2021 werde der Eisbrecher an der Nordostpassage verbringen, hieß es.

    Eisbrecher-Projeket 22220

    Die Atomeisbrecher des Projekts 22220 zählen weltweit zu den leistungsstärksten Schiffen ihrer Klasse und können Eis mit einer Stärke von bis zu drei Metern durchbrechen. Derartige Schiffe sind unabdingbar, um die Vorherrschaft Russlands in der Arktis zu sichern und den Weg für Tanker von Öl- und Gasfeldern der Halbinseln Gydan und Jamal sowie vom Festlandsockel der Karasee zu Bestimmungshäfen in Asien freizulegen.

    ​Bis 2035 sollen in Russland fünf Schiffe dieses Projekts gebaut werden. Das Flaggschiff „Arktika“ gehört seit dem 21. Oktober dieses Jahres der kernkraftgetriebenen Eisbrecherflotte Russlands an.

    am/gs/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Medizinprofessor kritisiert Corona-Politik: „Die Zahlen des RKI sind das Papier nicht wert“
    „Ihr verdammten Kinder- und alte Menschen-Mörder“: Auto fährt in Tor des Bundeskanzleramts
    Auch Verteidigungsamt betroffen: Trumps Regierung bereitet umfassende Sanktionen gegen Russland vor
    Tags:
    Seefahrt, Nordostpassage, Flaggschiff, Atomeisbrecher, Russland