11:05 27 November 2020
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    Warum einen zivilen Frachter nicht als Spezialschiff für Landeeinsätze nutzen? Die Iranische Revolutionsgarde versucht es, berichtet das Portal „The Drive“.

    Die Entwickler haben die Anforderung „Mehrzweckfähigkeit“ offenbar wörtlich genommen. Das Schiff ist vom Bug bis zur Brücke voll mit Waffen unterschiedlichster Art: Ein Bordhubschrauber, vier Schnellboote, ein Flugabwehrsystem und eine mobile Raketenstartrampe, dazu einige Drohnen und mehrere Schiffsabwehrraketen. Das Portal „The Drive“ nennt das Spezialschiff einen „schwimmenden Waffenbasar“.

    Tatsächlich handelt es sich um die „Shahid Roudaki“, ein laut iranischen Medien „hochseetaugliches Kampfschiff, befähigt zum Transport von Fluggeräten“. Benannt ist es nach einem Marinekommandeur der Islamischen Revolutionsgarde, der ermordet wurde: nach einem Märtyrer also, so das Portal.

    ​Die 150 Meter lange und 4000 Tonnen schwere „Shahid Roudaki“ ist ein ehemaliges Ro-Ro-Schiff, das für die militärische Nutzung umgebaut wurde. Das Marinekorps der Islamischen Revolutionsgarde hat es erst gestern (am 19. November) in Dienst gestellt.

    ​Laut iranischen Medien ist das Spezialschiff auch mit einem 3D-Phased-Array-Radar und modernen Systemen zur elektronischen Kampfführung ausgerüstet. Damit soll es ein breites Missionsspektrum wie Kampf- und Aufklärungs-, aber auch Logistikeinsätze abdecken können.

    ​Die Maßgabe dabei lautet: den Frieden auf maritimen Wegen nachhaltig sichern und die Handelsschifffahrt des Iran und anderer Länder in der Region schützen. Dies beinhaltet logischerweise auch Einsätze außerhalb iranischer Gewässer – potenziell über den Persischen Golf hinaus bis ins Rote Meer, schreibt „The Drive“.

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    Tags:
    Seestreitkräfte, Marine, Kriegsschiff, Iran