12:56 03 Juni 2020
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    Gehirnentwicklung: So bilden sich Hirnwindungen unter Einfluss physikalischer Kräfte

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    Forscher aus Finnland haben an einem 3D-Gehirn-Modell die Hypothese überprüft, ob die Hirnwindungen auch unter Einfluss physikalischer Kräfte in seine Form bekommt und nicht nur durch biochemische sowie genetische Prozesse.

    Bislang fehlte es an experimentellen Tests, um diese Hypothese zu beweisen. Deswegen haben die Wissenschaftler dieses Experiment durchgeführt.

    Dafür haben sie ein Gehirnmodell aus Elastomergel, einem elastischen dazu aber formfesten Kunststoff, und als Vorlage Magnetresonanzdaten von menschlichen Föten aus der 22. Schwangerschaftswoche genutzt. Zu dem Zeitpunkt ist das Hirn noch glatt und ungefaltet.

    Den inneren Teil des Modells haben die Forscher mit einer dünnen Lage einer zweiten Sorte Elastomer beschichtet. Dann legten sie die beiden Hirnmodelle in eine Lösung, wobei die äußere Elastomerschicht anschwoll.

    Dabei kam es zu unterschiedlichem Wachstum zwischen dem Kern der 3D-Modelle und der dünnen Elastomerschicht. Die Schicht warf langsam Falten – wie beim menschlichen Gehirn.

    Die Wissenschaftler hoffen, ihre Studie wird dabei helfen können, Krankheiten, die auf Fehlbildungen des Gehirns beruhen, besser zu verstehen.

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    Tags:
    Wissenschaft, Medizin, Finnland